›Wat du nich willst, det man dir dhu,
det füge lieber ’nen andern zu!‹«
Der dicke Puntz hatte instinktiv auf seine Füße hinuntergesehen, ob sie nicht auch in Gefahr wären. Da aber legte sich auf einmal eine schwere Hand auf seine Schulter, und eine tiefe Baßstimme erklärte: »Na du, nich drängeln! Dir wird’s woll jar nich schwer, den dicken Willem[1] zu markieren?«
[1] Wilhelm.
Die Jungen mußten insgesamt kichern; es klang beinahe auch, als wenn sie dabei die kleine Anzapfung von ganzem Herzen dem dicken Schulkameraden gönnten.
Der hatte sich jetzt auch ermannt. Mochte nun der Berliner Dialekt ansteckend bei ihm wirken, oder mochte er glauben, alle Angriffe dadurch besser parieren zu können, kurz, in unverfälschtem Berlinisch entschlüpfte dem Gehege seiner Zähne: »Wat denn? Ick heeße ja jar nich Willem!«
»Na« – der Mann, gegen den sich Puntz so wehrte, war ebenso schnell mit der Antwort fertig – »denn entschuldijen Se man, Herr Hase[2], det Sie mir beinahe jetreten haben! Da kann ick ’n scheenen Spruch, der heeßt:
[2] Der Mann muß wohl an die Berliner Redensart gedacht haben: »Mein Name is Hase; ick weeß von nischt!«
›Jeduld, Jeduld, wenn’s Herz auch bricht,
mit de Beene strampeln jibt’s hier nicht!‹«