»Pfui Deibel! Laß doch das Ding kriechen!« Und richtig, da windet sich der Regenwurm schon zwischen den mageren Grasstengeln des Waldbodens. Aber Greff hat ihn auch schon wieder an dem einen Ende gefaßt, so daß er ihm jetzt ganz lang aus der Hand heraushängt.

»Äcks! Ich trete jeden Regenwurm tot!« sagt der lange Fendel.

»Warum?« fragt da sofort Doktor Fuchs.

»Na, sie sind doch schädlich!«

»Schädlich? Wieso denn?«

»Na, sie fressen doch die feinen Wurzeln der Pflanzen!«

»Die Regenwürmer, Junge? Wenn sie nichts anderes haben, ja! Aber sonst sind für uns die Regenwürmer die nützlichsten Tiere mit auf Gottes Erdboden! Weißt du das noch nicht?«

Die Jungen rücken näher: »Die Regenwürmer nützlich?«

»Doch!« sagt der Ernst Ehrenfried ruhig. »Ich weiß, Herr Doktor, die fressen nicht die Wurzeln, die fressen die angefaulten Blätter. Die holen sie sich in der Nacht in ihre Röhren hinein. Das ist sehr drollig; die Blätter fassen sie immer so an, daß sie das spitzeste Ende zuerst ins Loch ziehen!«

Da lachen nun alle so herzhaft los, und der dicke Puntz fragt etwas zweifelnd: »Die scheinen ja in der Nacht fein zu sehen!«