„Ja, mein Sohn, es war ja sein höchster Wunsch, daß du Landwirt werden solltest, damit der Hof nicht in fremde Hände käme.“
„Es ist gut, Mutter, ich danke dir. Ich danke dir auch für alle Liebe, die du meiner Liesel erwiesen hast.“
„Hast deinen Jungen schon gesehen?“
Franz lächelte schwach. „Ja, Mutter, er will den Vater nicht kennen.“
„Ach, das wird schon kommen. Ich mußte ihn leider mit der Lotte weggeben. Die Emma war nicht gut zu ihm.“
„Auch zu dir ist sie nicht gut, Mutter.“
„Ach Kind, ich beanspruche ja nichts. Erzähl’ lieber, wie es dir ergangen ist.“
Während Franz erzählte, kam Emma herein und setzte der Mutter einen Topf Kaffee und ein mager gestrichenes Stück Brot aufs Fensterbrett. Franz stand auf, nachdem er die matte Brühe gekostet, und ging ihr nach. „Weshalb hältst du die Mutter so karg? Weshalb gibst du ihr nicht ein Ei und ein Stückchen Fleisch zum Frühstück?“
„Die Eier müssen verkauft werden, die können wir uns nicht bezähmen.“
„Von jetzt ab wird die Mutter besser genährt.“