„Das hast du, lieber Grinda“, fiel der Forstmeister ein.
Nun gab es keine Unterbrechung mehr, nur manchmal schüttelte der Major den Kopf.
Wie am Schnürchen zählte Grinda die Orte und die darin stehenden russischen Truppen auf. Ja, noch mehr, er wußte auch, wo die Stäbe lagen.
In deutlicher Erregung reichte ihm der Major, als er nichts mehr anzugeben wußte, die Hand.
„Herr Grinda, Sie haben dem Vaterland einen sehr großen Dienst geleistet. Ich berichte das heute noch nach Berlin. Ihr Name bleibt selbstverständlich völlig aus dem Spiel. Und nun eine Frage: würden Sie sich bereitfinden lassen, jetzt nochmal nach Rußland hineinzufahren, um neuere Nachrichten zu holen?“
„Herr Major, Sie wissen, was ich dabei riskiere! Und ich kann hier meine Nichte nicht allein im Geschäft lassen.“
„Es muß sich machen lassen“, rief der Major laut. „Ich will mich dafür einsetzen, daß Sie nach dieser Fahrt sorgenlos einen behaglichen Lebensabend genießen können.“
„Wenn ich einen Stellvertreter für mich hier finde, will ich es nochmal wagen.“
Als die Herren nach einer längeren Unterhaltung über Ziel und Zweck der Reise aus der Schänke traten, fanden sie die jüngeren Offiziere mit dem Sohn des Forstmeisters in angeregter Unterhaltung. Er beendete eben eine Jagdschnurre, deren Spitze stürmische Heiterkeit hervorrief.
„Ihr Sohn scheint Ihr Talent geerbt zu haben“, meinte der Major lachend.