„Der Vater ist schon in die Stadt gefahren, er läßt dir sagen, du möchtest von dem Geld einen guten Gebrauch machen.“

Fragend sah Franz die Mutter an. „Wie meint er das?“

„Er sprach von einer Reise, die du unternehmen solltest, nach Königsberg und an die Ostsee, das soll eine sehr schöne Gegend sein.“

Hastig nahm Franz das Frühstück zu sich, dann lief er schnell ins Pfarrhaus.

„Heda, junger Freund, was beflügelt deinen Fuß?“ rief ihm der Pastor über den Gartenzaun entgegen.

Mit kühnem Schwung hob sich Franz über die Staketen.

„Denk dir, Onkel, der Vater hat mir viel Geld zu einer großen Reise geschenkt, willst du mir die Freude bereiten und mitkommen?“

Der alte Herr schüttelte den Kopf. „Nun ist dein Vater mir zuvorgekommen. Ich habe gestern abend noch nachgedacht, wie du diese Übergangszeit bis zum Eintritt in deinen Beruf noch genießen und gut anwenden könntest, und war zu dem Entschluß gekommen, dich zu einer Fußwanderung durch unsere schöne, liebe Heimatprovinz aufzufordern. Ich habe mich auch bereits durch die moderne Erfindung, den sprechenden Draht, mit meinem Superus in Verbindung gesetzt und mir einen Urlaub erwirkt, der mir gewährt wurde, da ich, außer bei amtlichen Anlässen, noch nie Ferien gemacht habe. Aber diesmal will ich es tun.“

„Hast du auch schon ein Ziel für unsere Reise ins Auge gefaßt?“

„Jawohl, mein Sohn, ich dachte schon gestern, — wir wandern doch natürlich zu Fuß, wie wir es so oft getan haben, — auf Umwegen nach Kerschken und Bodschwinken zu wandern, um dort die Sedanschlacht mitzumachen.“