Er schwieg, und der Knabe war feinfühlig genug, seinen väterlichen Freund nicht durch eine Frage in seinem Sinnen zu stören. Erst, als sie von freier Höhe Umschau hielten und ihr Blick freudig über die im Sonnenschein lachende Flur, die dunklen Wälder und die blinkenden Spiegel in die Ferne schweifte, kam eine andere Stimmung über beide. Der Pfarrer nahm die leichte Sommermütze ab und sprach mit bewegter Stimme:

„Schön ist, Mutter Natur, deiner Erfindung Pracht über die Fluren verstreut, schöner ein froh Gesicht, das den großen Gedanken deiner Schöpfung noch einmal denkt.“

Und dann rief er mit heiterem Mut: „Laß uns unser Heimatlied anstimmen!“ Mit kräftigem Baß setzte er ein:

„Thal, Hügel und Hain!

Da wehen die Lüfte so frei und so kühn,

Möcht immer da sein,

Wo Söhne dem Vaterland kräftig erblühn!

Hold lächelt auf Seen und Höhen

Des Himmel Blau!

Die Wälder, die Seen, der Berge Sand,