„Ja, tu du das. Hoffentlich wäscht er dir gründlich den Kopf. Ich bin zu schwach dazu.“

Mit einem matten Lächeln erwiderte Franz: „Ich kann ihm ja deinen Wunsch ausrichten.“

Der Pastor hatte bereits seine Ankunft erfahren und sich darauf vorbereitet. Er ging mächtig dampfend im Garten auf und ab. „Na, Ritter Tannhäuser, wieder mal aus dem Venusberg entwichen?“, rief er Franz entgegen.

„Ich war nie drin, Onkel“, erwiderte Franz mit matter Stimme.

„Ich habe das ja auch nicht wörtlich gemeint. Ich nehme an, du willst mir wieder dein Herz ausschütten. Die Hauptsache weiß ich schon: die plötzliche Abfahrt der schönen Teufelin, deinen Zusammenstoß mit dem Leutnant. Das war recht, mein Junge. Nur nichts auf sich sitzen lassen. Aber auch innerlich nicht. Man muß sich nie mit einem Vorwurf plagen, den man sich selbst macht. Nein, frisch zupacken, die Ursache beseitigen und sich durch Besserung reinigen.“

„Onkel, ich wüßte nicht ....“

„Das ist mir an dir neu. Na, dann muß ich dir auf die Sprünge helfen. Du hast dem Vater erklärt, daß du nicht Landwirt werden willst. Hast du ihm den wahren Grund eingestanden?“

Tief errötend senkte Franz die Augen.

„Siehst du, das hast du nicht getan“, fuhr der Pastor fort. „Ich weiß schon, du willst hinter der Venus hergondeln .... Denkst du auch daran, wozu das führen soll oder kann?“

„Ich muß sie noch einmal sehen und sprechen“, rief Franz verzweifelt aus.