„Erscheine ich Ihnen komisch?“

„Ja. Was lesen Sie da, Zeitungen?“

„Ich lese Zeitungen.“

„Es wird viel von Feuersbrünsten geschrieben.“

„Nein, ich lese nicht über Feuersbrünste.“ Hier blickte er Sametoff rätselhaft an; ein höhnisches Lächeln verzog wieder seine Lippen. „Nein, ich las nicht über Feuersbrünste,“ fuhr er fort und zwinkerte Sametoff zu. „Gestehen Sie nur, lieber junger Mann, daß Sie furchtbar gern wissen möchten, was ich gelesen habe?“

„Ich will es gar nicht wissen; ich habe bloß so gefragt. Darf man denn nicht fragen? Was haben Sie nur immer ...“

„Hören Sie, Sie sind doch ein gebildeter, belesener Mensch?“

„Ich habe die Sekunda eines Gymnasiums,“ antwortete Sametoff mit Würde.

„Die Sekunda! Ach, Sie kleiner Spatz! Mit einem Scheitel, mit Ringen – ein reicher Mann! Nein, welch ein lieber Junge!“ Hier verfiel Raskolnikoff in ein nervöses Lachen und lachte Sametoff direkt ins Gesicht. Der fuhr zurück und war, wie es schien, nicht gekränkt, eher sehr verwundert.

„Nein, wie komisch Sie sind!“ wiederholte Sametoff ernsthaft. „Mir scheint, Sie phantasieren immer noch.“