„Dunja!“ – rief Raskolnikoff, stand auf und ging zu ihr, – „dieser Dmitri Prokofjitsch Rasumichin ist ein sehr guter Mensch.“
Dunja errötete ein wenig.
„Nun!“ – fragte sie nach einer Weile.
„Er ist ein tüchtiger, fleißiger, ehrlicher Mensch und ist starker Liebe fähig ... Leb wohl, Dunja.“
Dunja errötete, dann wurde sie unruhig.
„Was ist dir, Bruder, trennen wir uns denn wirklich für immer, daß du mir ... solch ein Vermächtnis machst?“
„Wie dem auch sei ... leb wohl ...“
Er kehrte sich um und ging zum Fenster. Sie blieb eine Weile stehen, sah ihn sorgenvoll an und ging mit dem Gefühle der Angst hinaus.
Er war ihr gegenüber nicht kälter! Es hatte einen Augenblick, in letzter Minute, gegeben, wo er die größte Lust verspürte, sie innig zu umarmen, von ihr Abschied zu nehmen und ihr alles zu sagen, aber er wagte ihr nicht einmal die Hand zu reichen.
„Sie würde vielleicht später noch erschauern bei dem Gedanken, daß ich sie umarmt habe, und würde sagen, daß ich ihr einen Kuß gestohlen hätte!“