„Sswidrigailoff! Sswidrigailoff hat sich erschossen?“ rief er aus.

„Wie! Sie kannten Sswidrigailoff?“

„Ja ... ich kannte ihn ... Er war vor kurzem hierher gekommen ...“

„Nun, ja, er ist vor kurzem zugereist, hat seine Frau verloren, führte ein ausschweifendes Leben, und hat sich plötzlich erschossen, und so skandalös, daß man es sich nicht vorstellen kann ... hat in seinem Notizbuche ein paar Worte hingeschrieben, daß er bei vollem Verstande sterbe, und bittet, niemanden wegen seines Todes zu beschuldigen. Er hatte Geld, sagt man. Wie haben Sie ihn denn kennengelernt?“

„Ich ... kannte ihn ... meine Schwester war in seinem Hause als Gouvernante ...“

„Ah ... Sie können uns also über ihn einiges mitteilen. Sie ahnten gar nichts davon?“

„Ich habe ihn gestern gesehen ... er ... trank Wein ... ich ahnte nichts.“

Raskolnikoff fühlte sich so niedergeschmettert, als wäre etwas auf ihn heruntergefallen und drücke ihn zu Boden.

„Sie sind blaß geworden. Bei uns ist die Luft sehr stickig ...“

„Ja, es ist für mich Zeit zu gehen,“ murmelte Raskolnikoff, – „entschuldigen Sie, daß ich Sie gestört habe ...“