Ich habe das als Legende gehört, doch bin ich fest überzeugt, daß dieser Glaube unbedingt vorhanden ist, vielleicht nicht bewußt im einzelnen, wohl aber in Gestalt eines instinktiven, unbezwingbaren Triebes in der ganzen Masse der Juden. Damit aber ein solcher Glaube lebendig bleibe, ist es natürlich erforderlich, daß der status in statu aufs strengste erhalten werde. Und so wird er denn erhalten. Folglich ist und war nicht nur die Verfolgung die Ursache des status in statu, sondern – die Idee ...

Haben aber die Juden wirklich solch ein besonderes inneres, strenges Gesetz, das sie zu etwas Ganzem und Besonderem zusammenbindet, so kann man ja noch über die Frage, ob man ihnen die volle Gleichberechtigung mit dem eigenen Volke geben soll, nachdenken. Selbstverständlich muß alles, was Menschlichkeit und Gerechtigkeit verlangen, für die Juden getan werden. Doch wenn sie in ihrer vollen Rüstung und Eigenart, in ihrer nationalen und religiösen Absonderung, im Schutze ihrer Regeln und Prinzipien, die den Grundsätzen, nach denen sich bis jetzt die ganze europäische Welt entwickelt hat, so durchaus entgegengesetzt sind, – wenn sie bei alledem noch die vollständige Gleichberechtigung mit der autochthonen Bevölkerung in allen möglichen Rechten verlangen: bekämen sie dann nicht, wenn man sie ihnen gewähren würde, bereits mehr als das, was das autochthone Volk selbst hat, etwas, was sie über letzteres stellen würde? Hierauf wird man natürlich auf die anderen Fremdvölker in Rußland hinweisen: „Die sind gleichberechtigt oder doch so gut wie gleichberechtigt, wir Israeliten aber haben von allen Fremdvölkern die geringsten Rechte, und das nur, weil man uns fürchtet, weil wir Juden, wie es heißt, schädlicher als alle anderen Fremdvölker sein sollen. Doch wodurch sind denn gerade wir Israeliten schädlich? Wenn unser Volk auch einige schlechte Eigenschaften haben mag, so hat es sie doch nur, weil das russische Volk selbst zur Entwicklung dieser Eigenschaften beiträgt, und zwar einfach durch seine eigene Unwissenheit, durch seine Unbildung, durch seine Unfähigkeit, selbständig zu sein, durch seine geringe ökonomische Begabung. Das russische Volk verlangt ja selbst nach einem Vermittler, einem Leiter, einem Vormund in den Geschäften, einem Gläubiger, ruft ihn selbst und verkauft sich ihm freiwillig! Seht doch, wie es in Europa ist: dort haben die Völker einen festen und selbständigen Willen, eine starke nationale Entwicklung und Verständnis für die Arbeit, an die sie von jeher gewöhnt sind – dort fürchtet man sich auch nicht, den Israeliten dieselben Rechte zu geben! Hört man etwa in Frankreich von einem Schaden, den der status in statu der dortigen Israeliten der französischen Nation verursachte?“

Allem Anschein nach ein starker Einwand; aber geht aus ihm nicht hervor, daß die Juden es gerade dort gut haben, wo das Volk noch unwissend ist oder unfrei oder wirtschaftlich wenig entwickelt, – daß es für sie also gerade dort vorteilhaft ist, zu leben? Anstatt nun durch ihren Einfluß das Niveau der Bildung zu heben, das Wissen zu verbreiten, die wirtschaftlichen Fähigkeiten in der eingeborenen Bevölkerung zu entwickeln, wie es die anderen Fremdvölker tun, haben die Juden überall, wo sie sich niedergelassen, das Volk noch mehr erniedrigt und verdorben, überall dort ist die Menschheit noch niedergebeugter, und ist das Niveau der Bildung noch tiefer gesunken, hat sich noch schrecklicher aussichtslose, unmenschliche Armut verbreitet, und mit ihr die Verzweiflung. Man frage doch in unseren Grenzgebieten die eingeborene Bevölkerung, was die Juden treibt, und was sie so viele Jahrhunderte hindurch getrieben hat? Man wird nur eine einzige Antwort erhalten: „Die Unbarmherzigkeit! ... Getrieben hat sie so viele Jahrhunderte bloß ihre Gier, sich an unserem Schweiß und Blut zu sättigen.“ Die ganze Tätigkeit der Juden in unseren Grenzgebieten hat bloß darin bestanden, daß sie die eingeborene Bevölkerung in eine rettungslose Abhängigkeit von sich gebracht haben, und zwar unter einer wirklich bewunderungswürdigen Ausnutzung der Verhältnisse. Oh, in solchen Angelegenheiten haben sie es immer verstanden, die Möglichkeit zu finden, über Rechte zu verfügen. Sie haben es immer verstanden, gut Freund mit denen zu sein, von denen das Volk abhängt; in dieser Beziehung wenigstens sollten sie doch über ihre geringen Rechte im Verhältnis zum russischen Volke nicht klagen. Sie haben ihrer bei uns schon übergenug –, dieser Rechte über das russische Volk! Was in den Jahrzehnten und Jahrhunderten aus dem russischen Volke dort geworden ist, wo die Juden sich niedergelassen haben – davon zeugt die Geschichte unserer russischen Grenzgebiete. Bitte jetzt irgendein anderes Volk von den Fremdvölkern Rußlands zu nennen, das sich in dieser Beziehung mit den Juden messen könnte? Man wird keines finden. In dieser Beziehung behaupten die Juden ihre ganze Originalität, im Vergleich zu den anderen Fremdvölkern Rußlands, und die Erklärung dieser Tatsache ist natürlich in diesem ihrem status in statu zu suchen, dessen Wesen gerade diese Unbarmherzigkeit allem gegenüber, was nicht Jude ist, gerade diese Verachtung jedes Volkes und jeder Rasse und jedes menschlichen Wesens, das nicht Jude ist, ausmacht. Und was ist denn das für eine Rechtfertigung, daß im Westen Europas die Völker sich nicht haben besiegen lassen, und daß somit das russische Volk selbst die Schuld daran trägt, wenn der Jude es knechtet? Weil das russische Volk in den Grenzgebieten sich schwächer als die europäischen Völker erwiesen hat – infolge seiner schrecklichen, viele Jahrhunderte langen politischen Darniederlage –, nur deswegen soll man es also endgültig durch Ausbeutung erwürgen, anstatt ihm zu helfen?

Und im übrigen – da sie auf Europa, auf Frankreich z. B., hinweisen: auch dort ist dieser status in statu wohl kaum so unschädlich gewesen, wie es anfänglich scheinen mag. Das Christentum und seine Idee sinken dort natürlich nicht durch die Schuld der Juden, sondern durch jener Völker eigene Schuld, doch nichtsdestoweniger kann man auch in Europa auf einen großen Sieg des Judentums, das viele früheren Ideen schon durch seine Idee verdrängt hat, hinweisen. Oh, selbstverständlich hat der Mensch zu allen Zeiten den Materialismus vergöttert und ist immer geneigt gewesen, die Freiheit bloß in der Sicherstellung seiner selbst durch „aus allen Kräften angesammeltes und mit allen Mitteln erhaltenes Geld“ zu sehen und zu verstehen. Doch noch niemals sind diese Bestrebungen so offen und so dogmatisch zum höchsten Prinzip erhoben worden, wie in unserem neunzehnten Jahrhundert. „Jeder für sich und nur für sich und alle Gemeinschaft zwischen den Menschen einzig für mich“ – das ist das moralische Prinzip der Mehrzahl der heutigen Menschen[38] und nicht einmal schlechter, sondern arbeitender Menschen, die weder morden noch stehlen. Und die Unbarmherzigkeit zu den niedrigeren Massen, der Verfall der Brüderlichkeit, die Ausnutzung des Armen durch den Reichen – oh, natürlich ist das auch früher schon und überhaupt immer gewesen, aber – aber es ward doch nicht zu einer Wahrheit und Weltanschauung, sondern ist vom Christentum stets bekämpft worden! Jetzt aber wird es im Gegenteil zur Tugend erhoben! So darf man wohl annehmen, es sei nicht einflußlos geblieben, daß an den Börsen dort allenthalben Juden herrschen, daß nicht umsonst sie die Kapitale lenken, nicht umsonst sie die Kreditgeber, und nicht umsonst, ich wiederhole es, sie die Beherrscher der ganzen internationalen Politik sind!

Und das Ergebnis: ihr Reich nähert sich, ihr volles Reich! Es beginnt der Triumph der Ideen, vor denen die Gefühle der Menschenliebe, der Wahrheitsdurst, die christlichen und die nationalen Gefühle, und sogar der Rassenstolz der europäischen Völker sich beugen. Der Materialismus triumphiert, die blinde, gefräßige Begierde nach persönlicher materieller Versorgung, die Gier nach persönlichem Zusammenscharren des Geldes, und – der Zweck heiligt das Mittel –: all das wird als höchstes Ziel anerkannt, als das Vernünftige, als Freiheit, an Stelle der christlichen Idee der Rettung einzig durch engste ethische und brüderliche Vereinigung der Menschen. Man wird hierauf vielleicht lachend erwidern, daß das keineswegs durch die Juden so gekommen sei. Natürlich nicht durch die Juden allein; doch wenn die Juden in Europa gerade seit der Zeit – da diese neuen Grundsätze dort den Sieg davongetragen – die Oberhand gewinnen und gedeihen, sogar in dem Maße, daß ihre Grundsätze zum moralischen Prinzip erhoben werden, so kann man doch wohl sagen, daß das Judentum einen großen Einfluß gehabt hat. Meine Gegner weisen immer daran hin, daß die Juden im Gegenteil arm sind, und zwar überall, in Rußland nur noch ganz besonders; daß nur der kleine Wipfel dieses Volksbaumes reich ist, die Bankiers und die Könige der Börsen, von den übrigen aber fast neun Zehntel buchstäblich Bettler sind, die sich für ein Stück Brot zerreißen und Maklerdienste tun, um eine Kopeke zu erhaschen. Ja, das ist wahr, doch was sagt das schließlich? Sagt das nicht gerade, daß sogar in der Arbeit der Juden, daß sogar in ihrer ausbeutenden Tätigkeit selbst etwas Unrechtes, Unnormales, etwas Unnatürliches ist, das seine Strafe bereits in sich trägt? Der Jude verdient durch Vermittlergeschäfte, er – handelt mit fremder Arbeit. Ein Kapital ist angesammelte Arbeit; der Jude schlägt sein Kapital aus fremder Arbeit! Doch all das ändert bis jetzt noch nichts an dem Gesagten: dafür erobern die reichen Juden immer mehr die Herrschaft über die Menschheit und streben immer eifriger darnach, der Welt ihr jüdisches Antlitz aufzudrücken und ihr jüdisches Wesen zu verleihen. Spricht man über diese Eigenschaft der Juden, so sagen sie immer, auch unter ihnen gäbe es gute Menschen. Herrgott! Handelt es sich denn hier etwa darum? Ich spreche doch in diesem Fall nicht von guten oder schlechten Menschen. Und gibt es unter den Juden nicht gleichfalls gute? War denn der verstorbene James Rothschild etwa ein schlechter Mensch? Ich spreche doch nur im allgemeinen vom Judentum und von der jüdischen Idee, die die ganze Welt ergreift, an Stelle des „mißlungenen“ Christentums.

Doch es lebe die Brüderlichkeit!

Aber – was rede ich eigentlich, und wozu? Oder bin ich vielleicht wirklich ein Judenhasser? Sollte es doch wahr sein, was mir eine zweifellos gebildete und edle junge Israelitin schreibt – bin ich wirklich, wie sie sagt, ein Feind dieses „unglücklichen“ Volkes, das ich „bei jeder Gelegenheit grausam angreife“? „Ihre Verachtung für das jüdische Volk, das an nichts anderes als an sich selbst denkt, wie Sie sagen,“ schreibt sie mir, „ist nur zu augenscheinlich“. – Nein, gegen diese Augenscheinlichkeit lehne ich mich auf und bestreite sie. Im Gegenteil, ich sage und schreibe gerade, daß „alles, was Menschlichkeit und Gerechtigkeit verlangen, alles, was die Gebote Christi von uns fordern, für die Juden getan werden muß“. Diese Worte habe ich schon einmal geschrieben und jetzt füge ich nur noch hinzu: ja, trotz aller Bedenken, die von mir ausgesprochen worden sind, bin ich doch für die größte Erweiterung der Rechte unserer Juden in der russischen Gesetzgebung und, wenn es nur durchführbar ist, auch für die vollste Gleichheit der Rechte mit denen der eingeborenen Bevölkerung – NB. obgleich sie schon jetzt vielleicht mehr Rechte haben, oder richtiger, mehr Möglichkeiten, sich ihrer zu bedienen, als das eingeborene Volk selbst. Hier geht mir nun wieder etwas anderes durch den Sinn: wenn unsere Dorfgemeinde, die unseren armen Bauern vor so viel Bösem bewahrt[39] aus irgendeinem Grunde ins Wanken und Zerbröckeln käme – wie, wenn dann diesen befreiten Bauer, der so unerfahren ist und so wenig der Verführung zu widerstehen weiß, und den bis jetzt gerade die Dorfgemeinde bevormundet hat, die Juden überfielen – was dann? Dann würde es ja mit ihm einfach zu Ende sein, dann hätte er im Augenblick alles verloren: sein ganzes Eigentum, seine ganze Kraft würde dann schon am nächsten Tage in die Hände der Juden übergehen – und dann käme eine Zeit, die man nicht nur mit der Zeit der Leibeigenschaft vergleichen könnte, sondern eher mit der des Tatarenjoches.

Doch abgesehen von allem, was mir in den Sinn kommt und was ich geschrieben habe, bin ich für ihre vollständige Gleichstellung in den Rechten, – denn also will es das Gebot Christi. Wozu aber habe ich dann so viele Seiten geschrieben, was habe ich sagen wollen, wenn ich mir so widerspreche? Gerade das habe ich sagen wollen, daß ich mir nicht widerspreche, daß ich russischerseits kein Hindernis für die Erweiterung der jüdischen Rechte sehe. Nur behaupte ich, daß es solcher Hindernisse weit mehr auf der Seite der Juden selbst gibt; und wenn sie bis jetzt noch nicht gleichberechtigt sind, so trägt der Russe weniger Schuld daran als der Jude selbst. Denn gleichwie der einfache Jude mit Russen weder zusammen essen noch mit ihnen verkehren will, und diese sich darüber nicht nur nicht ärgern, sondern es sofort begreifen und verzeihen („das tut er bloß, weil er solch einen Glauben hat“), ebenso sehen wir auch im intelligenten, gebildeten Juden ungemein häufig dasselbe maßlose und hochmütige Vorurteil gegen uns Russen. Oh, man höre nur, wie sie schreien, daß sie die Russen liebten! Einer von ihnen schrieb mir sogar, es bereite ihm großen Kummer, daß das russische Volk „keine Religion hat und sich unter seinem Christentum nichts denkt“! Das ist wohl etwas zu weit gegangen für einen Juden, und es erhebt sich da nur die Frage: was versteht denn dieser hochgebildete Israelit selber vom Christentum? Dieser Eigendünkel und Hochmut ist für uns Russen eine der am schwersten zu ertragenden Eigenschaften des jüdischen Charakters. Wer ist von uns unfähiger, den anderen zu verstehen: der Jude oder der Russe? Ich rechtfertige eher den Russen: der Russe hat wenigstens keinen religiösen Haß auf den Juden – entschieden nicht! Die anderen Vorurteile aber – wer hat davon mehr? Da schreien nun die Juden, daß sie so viele Jahrhunderte lang verfolgt und unterdrückt worden seien, es sogar jetzt noch seien, und daß der Russe dies zum mindesten in Betracht ziehen müsse, wenn er den jüdischen Charakter beurteilt. Gut, wir ziehen es auch in Betracht, was wir sofort beweisen können: in der intelligenten Schicht des russischen Volkes haben sich mehr als einmal Männer erhoben, die für die Rechte der Juden eingetreten sind. Was aber tun die Juden? Ziehen sie etwa die langen Jahrhunderte der Unterdrückung und Verfolgung, die das russische Volk ertragen hat, in Betracht, wenn sie die Russen anklagen? Wäre es möglich, zu behaupten, daß unser Volk weniger Leid und Elend erfahren hätte als die Juden, gleichviel wann und wo? Und wäre es möglich, gleichfalls zu behaupten, daß es nicht der Jude gewesen ist, der sich mehr als einmal mit den Unterdrückern des russischen Volkes vereinigte – daß nicht er zur Zeit der Leibeigenschaft den russischen Bauern aufkaufte und somit sein unmittelbarer Beherrscher war? Das ist doch wahr, ist doch Geschichte, unbestreitbare Tatsache! Doch noch nie haben wir gehört, daß das jüdische Volk darüber Reue empfände; es klagt immer nur den russischen Bauern an und wirft ihm vor, daß er den Juden wenig liebe.

Einmal wird volle und geistige Einheit unter den Menschen herrschen, und es wird kein Unterschied in den Rechten mehr bestehen. Darum bitte ich meine Herren Israeliten-Gegner und -Korrespondenten vor allem, doch auch uns Russen gegenüber nachsichtiger und gerechter zu sein. Ist der Hochmut der Juden, ihr ewiger „mäkelnder Widerwille“ der russischen Rasse gegenüber nur ein Vorurteil, ein „historischer Auswuchs“, und verbirgt sich darunter nicht irgendein viel tieferes Geheimnis ihrer Gesetze oder ihres Wesens – so wird sich all das nur um so früher zerstreuen, und wir werden uns einmütig in guter Brüderlichkeit zusammentun zu gegenseitigem Beistand und für die große Sache: unserer Erde, unserem Staate und unserem Vaterlande zu dienen! Die gegenseitigen Anklagen werden allmählich aufhören, und damit wird auch die Ausnutzung dieser Anklagen, die das klare Verständnis der Dinge verhindern, verschwinden. Für das russische Volk kann man bürgen: oh, es wird dem Juden die größte Freundschaft entgegenbringen, trotz des Glaubensunterschiedes, und doch wird es volle Achtung für die historische Tatsache dieses Unterschiedes bewahren. Trotzdem aber ist zu einer vollständigen Brüderlichkeit – Brüderlichkeit beiderseits erforderlich. Also möge doch der Jude wenigstens ein wenig brüderliche Gefühle zeigen, um den Russen zu ermutigen. Ich weiß, daß es unter den Juden auch jetzt schon viele gibt, die sich nach der Beseitigung der Mißverständnisse sehnen und wirklich äußerst menschenfreundlich sind – ich will die Wahrheit nicht verschweigen. Und eben damit diese nützlichen und menschenfreundlichen Leute nicht den Mut verlieren, ihre Vorurteile ein wenig abzuschwächen und damit den Anfang der Sache zu erleichtern, wünschte ich die Erweiterung der Rechte des jüdischen Volkes, wenigstens soweit sie möglich ist: eben soweit das jüdische Volk die Fähigkeit beweist, sich dieser Rechte zu bedienen, ohne daß die eingeborene Bevölkerung darunter zu leiden hat. Nur eines fragt sich noch: werden diese tapferen und guten Israeliten auch viel erreichen, und inwieweit sind sie selbst befähigt zu der neuen schönen Aufgabe der wirklichen brüderlichen Vereinigung mit Menschen, die ihnen dem Glauben und dem Blute nach fremd sind?

Die Beerdigung des Allmenschen