„Wie fatal, daß er ...“ sagte der Fürst, „ich wollte mich ihm ... Sagen Sie, ist er ...“

„Betrunken, meinen Sie?“ rief der junge Mann vom Sofa. „Keine Spur! Nur so seine drei, vier Gläschen wird er gekippt haben, nun, sagen wir fünf, höchstens, aber das ist doch nur der Disziplin halber, um in der Übung zu bleiben.“

Der Fürst wollte sich der Stimme auf dem Sofa zuwenden, doch da begann das junge Mädchen mit dem aufrichtigsten Ausdruck in ihrem lieblichen, sympathischen Gesicht zu sprechen.

„Morgens trinkt er niemals viel; wenn Sie mit ihm etwas Geschäftliches zu besprechen haben, so reden Sie nur; jetzt ist die beste Zeit dazu. Nur des Abends, wenn er nach Hause kommt, ist er etwas ... aber dann weint er gewöhnlich und liest uns bis in die Nacht hinein aus der Bibel vor. Unsere Mutter ist vor fünf Wochen gestorben.“

„Hören Sie, er ist ja nur fortgelaufen, weil er noch nicht genau weiß, was er Ihnen antworten soll!“ lachte der junge Mann auf dem Sofa. „Ich könnte wetten, daß er Ihnen ein X für ein U vormachen will und sich gerade jetzt den Verfahrungsmodus überlegt.“

„Fünf Wochen! Vor genau fünf Wochen!“ griff Lebedeff, der schon wieder zurückkehrte, die letzten Worte seiner Tochter auf und blinzelte betrübt mit den Augen, während er aus der Rocktasche das Schnupftuch hervorzog, um seine Tränen abzuwischen. „Waisen sind wir! Ganz verwaist!“

„Aber, Papa, weshalb haben Sie denn diesen alten Rock angezogen? Der hat ja Löcher!“ sagte das junge Mädchen, „hier hinter der Tür hängt doch Ihr neuer Rock, haben Sie ihn denn nicht gesehen?“

„Schweig, Heuschrecke!“ schrie Lebedeff sie an. „Uh, du!“ und wieder stampfte er mit den Beinen.

Doch diesmal lachten alle schallend auf.

„Was erschrecken Sie mich, ich bin doch nicht Tanjä, daß ich fortlaufe! So können Sie noch Ljubotschka aufwecken und die kann noch Krämpfe bekommen ... was schreien Sie denn!“