„Auch ich werde so in drei Tagen mit Kind und Kegel auf die Datsche ziehen, um das neugeborene Würmchen zu erhalten und inzwischen hier das Haus renovieren zu lassen. Ich gehe gleichfalls nach Pawlowsk.“
„Und auch Sie gehen nach Pawlowsk?“ fragte der Fürst überrascht. „Was ist denn das, hier zieht ja wirklich alle Welt nach Pawlowsk? Und Sie haben, sagen Sie, eine eigene Datsche?“
„Oh, nach Pawlowsk zieht durchaus nicht alle Welt. Mir aber hat Iwan Petrowitsch Ptizyn eine der Datschen, die ihm sehr billig zugefallen sind, ebenso billig abgetreten. Es ist dort sehr schön und vornehm und grün und billig und musikalisch, und deshalb zieht auch alle Welt für den Sommer nach Pawlowsk. Ich, das heißt, ich wohne selbst nur im Nebengebäude, die eigentliche Villa aber ...“
„Haben Sie vermietet?“
„N–n–nein. N–n–noch nicht ganz.“
„Überlassen Sie sie mir, ich will sie mieten!“ schlug der Fürst plötzlich vor.
Lebedeff schien nur darauf gewartet zu haben. Erst vor einem Augenblick war der Gedanke in ihm aufgetaucht, und sofort übersah er die ganze „neue Wendung der Dinge“, die ihm sehr fruchtbar erschien. Zwar hatte sich ein Villenmieter bereits bei ihm gemeldet, der, wie Lebedeff wußte, die Villa bestimmt nehmen würde; doch da jener beim Fortgehen sich mit „Vielleicht“ und „Wahrscheinlich“ verabschiedet hatte, so fühlte sich Lebedeff nicht gebunden. Auf den Vorschlag des Fürsten ging er dagegen mit Begeisterung ein, so daß er selbst auf die Frage nach dem Preise nur mit der Hand abwinkte.
„Nun, gleichviel, Sie sollen das Ihrige nicht verlieren,“ sagte der Fürst.
Sie gingen bereits zum Pförtchen.
„Ich würde Ihnen ... ich würde Ihnen ... wenn Sie nur wollten, könnte ich Ihnen etwas Hochinteressantes mitteilen, sehr geehrter Fürst, könnte Ihnen etwas mitteilen, das sich gleichfalls darauf bezieht,“ flüsterte Lebedeff, der vor Freude fast zappelnd neben dem Fürsten einherlief.