„Der Teufel mag wissen, was das sein soll!“ brummte Iwan Fedorowitsch halblaut, „das ist ja, wie wenn fünfzig Lakaien sich zusammengetan und dann auch glücklich die größte Gemeinheit zustande gebracht hätten!“
„Erla–auben Sie, mein Herr, wie dürfen Sie uns mit solchen Vermutungen beleidigen?“ empörte sich, am ganzen Körper zitternd, Hippolyt.
„Das, das, das ist für einen Mann von Ehre ... das werden Sie doch selbst zugeben, Exzellenz, daß für einen, einen Mann von Ehre so etwas beleidigend sein muß!“ brummte diesmal etwas lauter der Boxer, der sich gleichfalls aus irgendeinem Grunde verletzt zu fühlen schien, und mit gekränkter Miene fuhr er fort, seine Schnurrbartspitzen zu zwirbeln, während er dazu bald mit dieser, bald mit jener Schulter zuckte.
„Ich bin für Sie nicht ‚mein Herr‘, und im übrigen habe ich nicht die Absicht, Ihnen irgendwelche Erklärungen zu geben!“ antwortete mit verhaltener Wut Iwan Fedorowitsch. Er erhob sich und ging ohne ein weiteres Wort zu den Stufen der Terrasse, wo er auf der obersten Stufe, den Rücken der Gesellschaft zugekehrt, stehen blieb. Er ärgerte sich unbeschreiblich über Lisaweta Prokofjewna, die sich auch jetzt noch nicht von ihrem Platz rührte.
„Meine Herren, ich bitte Sie, meine Herren, lassen Sie uns doch so sprechen, daß wir einander verstehen!“ kam der Fürst, in dessen Gesicht sich seine ganze Qual und Erregung widerspiegelte, endlich zu Wort. „Der Artikel – nun, was ... vergessen wir ihn. Ich meine ja nur – es ist doch alles unwahr, was dort geschrieben steht, und das sage ich Ihnen jetzt, weil Sie das doch selbst wissen. Es würde mich doch wirklich nur wundern, wenn das jemand von Ihnen verfaßt haben sollte.“
„Ich habe von diesem ganzen Artikel bis jetzt nichts gewußt,“ erklärte Hippolyt. „Ich billige ihn nicht.“
„Ich habe zwar gewußt, daß er geschrieben war, aber ... von einer Veröffentlichung hätte ich entschieden abgeraten; denn dazu ist es noch zu früh,“ sagte Wladimir Doktorenko, Lebedeffs Neffe.
„Ich habe gewußt, aber ich habe das Recht ... ich ...“ stotterte der „Sohn Pawlischtscheffs“.
„Was! Sie haben das selbst geschrieben?“ fragte der Fürst fast erschrocken, und erstaunt blickte er Burdowskij an. „Das kann doch nicht sein!“
„Man könnte Ihnen übrigens das Recht zu solchen Fragen auch absprechen,“ trat Doktorenko für seinen Freund ein.