Hippolyt wandte sich damit an alle, er tat es ohne jegliche Zeremonie, aber in einem Tone, als kommandiere er, doch ohne es selbst zu bemerken.

„Schön, trinken wir auf die Sonne, nur werden Sie ruhiger, Hippolyt.“

„Sie reden immer vom Schlafen, Sie sind meine Njänjä,[23] Fürst! Wenn nur die Sonne erscheint und es ‚erklingt‘ am Himmel (wer hat es doch in einem Gedicht gesagt: ‚am Himmel erklang die Sonne?‘ Sinnlos, aber schön) – so gehen wir schlafen. Lebedeff! Was bedeuten die Quellen des Lebens in der Apokalypse? Haben Sie von dem Stern gehört, Fürst?“

„Ich habe gehört, daß Lebedeff unter dem ‚Stern‘ das Eisenbahnnetz versteht, das sich über ganz Europa ausbreiten wird.“

„Nein, erlauben Sie, das geht nicht an!“ schrie Lebedeff, sprang vom Stuhl und fuchtelte und zappelte mit Händen und Füßen, als wollte er das Gelächter aller verstummen machen. „Erlauben Sie doch! Mit diesen Herren ... alle diese Herren,“ wandte er sich plötzlich an den Fürsten, „sind in gewissen Punkten, ich weiß nicht was ...“ und er schlug ganz unzeremoniell mit den Fäusten auf den Tisch, so daß sich das allgemeine Gelächter noch verstärkte.

Lebedeff war, wenn auch in seinem „gewöhnlichen“, „allabendlichen“ Zustande, diesmal doch ganz besonders aufgeregt und durch den langen vorausgegangenen „wissenschaftlichen“ Disput obendrein gereizt. Bei solcher Gelegenheit hatte er für seine Opponenten nur eine unendliche, im höchsten Grade offenherzige Verachtung übrig.

„Das geht nicht an! Wir haben, Fürst, vor einer halben Stunde beschlossen, niemanden zu unterbrechen, nicht zu lachen, während einer spricht, damit er alles frei heraussagen kann, was er sich denkt. Mögen die Atheisten, wenn sie wollen, erwidern! Wir haben den General zum Präsidenten erwählt, sehen Sie’s. Denn sonst? Kann man jeden an seiner hohen Idee, an seiner tiefen Idee, verhindern ...“

„Reden Sie nur, reden Sie nur, niemand wird Sie verhindern!“ ließen sich verschiedene Stimmen hören.

„Reden Sie doch, machen Sie keine Umstände.“

„Was ist das für ein ‚Stern‘?“ erkundigte sich jemand.