„Wie sollt’ ich denn! Er wird wohl selbst kaum gewußt haben, wovon er sprach – oder vielleicht hat man mir nicht alles wiedererzählt.“

Ganjä faßte mit beiden Händen nach seinem Kopf und lief ans Fenster. Warjä saß am anderen Fenster.

„Diese sonderbare Aglaja,“ bemerkte sie plötzlich, „als ich fortging, hielt sie mich noch zurück und sagte mir: ‚Drücken Sie Ihren Eltern meine persönliche Hochachtung für sie aus, ich hoffe bestimmt, in diesen Tagen Ihren Vater wiederzusehen.‘ Und das sagte sie so ernst. Wirklich sonderbar ...“

„Machte sie sich nicht etwa lustig?“

„Nein, das ist ja das Sonderbare.“

„Weiß sie das vom Alten, oder weiß sie es nicht, was glaubst du?“

„Daß man im Hause nichts weiß, davon bin ich fest überzeugt; doch du hast mich auf einen Gedanken gebracht. Aglaja wird es vielleicht wissen. Ja: Sie allein weiß es, denn auch die Schwestern waren sehr erstaunt, als sie mir so ernst einen Gruß an Papa auftrug. Und warum gerade an ihn? Wenn sie es aber weiß, so hat der Fürst es ihr gesagt!“

„Interessant zu wissen, wer ihr das gesagt haben mag? Das fehlte noch! Ein Dieb in unserer Familie, ‚das Haupt der Familie‘!“

„Ach, Unsinn,“ rief Warjä ärgerlich aus. „Eine Sache, in der Trunkenheit geschehen, hat doch nichts zu sagen. Und wer hat sie sich ausgedacht? Lebedeff, der Fürst ... das sind die Rechten. Ich mache mir nicht soviel draus!“

„Der Alte ist ein Dieb,“ fuhr Ganjä bitter fort, „ich bin ein Bettler, der Mann meiner Schwester ein Wucherer – recht verlockend für Aglaja! Da ist nichts zu sagen, das ist wirklich schön!“