Koljä weinte dabei selbst und küßte dem Vater die Hand.
„Du küßt mir die Hand, mir!“
„Ja, ja doch, Ihnen, Ihnen! Was ist denn dabei Wunderliches? Aber was weinen Sie denn hier mitten auf der Straße, und das noch dazu als General, als alter Soldat! Nun, gehen wir!“
„Gott segne dich dafür, mein kleiner Junge, daß du zu mir Schmählichem so ehrerbietig bist ... Ja, zum schmachbedeckten, elenden Greise, deinem Vater ... Mögest auch du einst einen solchen Sohn haben ... le roi de Rome ... Oh, ‚Fluch, Fluch diesem Hause‘!“
„Aber, was hat denn das zu bedeuten!“ rief plötzlich Koljä in seiner Angst aus. „Was ist denn geschehen? Weshalb wollen Sie jetzt nicht nach Hause kommen? Sind Sie denn ganz von Sinnen?“
„Ich werde dir erklären, alles erklären ... ich sage dir alles ... schrei nur nicht, man könnte es sonst hören ... le roi de Rome ... Oh, mir ist übel, mir ist traurig zumut!
‚Amme, sag’, wo ist dein Grab!‘
Wer hat das gesagt, Koljä?“
„Ich weiß nicht, ich weiß nicht, wer es gesagt hat! Gehen wir jetzt nach Haus, aber ohne Umwege, sofort! Ich werde schon den Ganjä durchhauen, wenn’s nötig ist ... aber wohin wollen Sie denn jetzt wieder?“
Der General zog ihn zur Treppe eines Hauses, von dem sie nicht weit entfernt waren.