„Warten Sie noch ein wenig, Mama,“ rief Aglaja, „der Fürst sagt ja doch, daß er bei jedem seiner Bekenntnisse einen besonderen Gedanken gehabt und nicht nur aus Einfalt so gesprochen habe.“
„Ja, ja!“ lachten die anderen.
„Bitte, sich über andere nicht lustig zu machen; er ist vielleicht noch viel schlauer, als ihr alle drei zusammen genommen. Das werdet ihr sehen. Aber warum haben Sie nichts von Aglaja gesagt, Fürst. Sie wartet und ich warte.“
„Augenblicklich kann ich nichts sagen; erst später.“
„Warum später? Ich dächte, sie sieht nicht danach aus, daß man sie übersehen könnte.“
„O nein, ganz im Gegenteil Sie sind eine außerordentliche Schönheit, Aglaja Iwanowna. Sie sind so schön, daß man fast Angst hat, Sie anzusehen.“
„Und das ist alles? Aber ihre Eigenschaften?“ wollte die Generalin wissen.
„Eine Schönheit ist schwer zu beurteilen. Ich habe mich nicht darauf vorbereitet. Schönheit ist ein Rätsel.“
„Das heißt also, daß Sie das Rätsel von Aglaja selbst lösen lassen wollen,“ sagte Adelaida. „Dann versuch’ es mal zu lösen, Aglaja. Aber ist sie nicht schön, Fürst, ist sie nicht schön?“
„Außerordentlich!“ antwortete der Fürst, der Aglaja begeistert betrachtete. „Fast so schön, wie Nastassja Filippowna, obschon das Gesicht ein ganz anderes ist! ...“