„Wieso grausam? Doch über Grausamkeit oder Zartheit können wir später sprechen, jetzt aber wollen Sie mir gefälligst auf meine Frage antworten: ist alles wahr, was ich hier gesagt habe, oder nicht?“

„Ich ... Sie wissen ja selbst, Pjotr Stepanowitsch ...“ der „Hauptmann“ stockte und schwieg.

Pjotr Stepanowitsch saß im Lehnstuhl mit übergeschlagenen Beinen und Lebädkin stand in der ehrerbietigsten Haltung vor ihm. Lebädkins Unentschlossenheit schien Pjotr Stepanowitsch sehr wenig zu gefallen: in seinem Gesicht zuckte es und sein Ausdruck wurde böse.

„Ja, wollen Sie nicht vielleicht etwas sagen?“ fragte Pjotr Stepanowitsch scharf, wobei er mit zusammengekniffenen Augen durchdringend den „Hauptmann“ anblickte. „In dem Falle – bitte. Haben Sie die Güte, wir hören.“

„Sie wissen doch selbst, Pjotr Stepanowitsch, daß ich nichts sagen kann.“

„Nein, das weiß ich durchaus nicht, höre es sogar zum erstenmal; warum können Sie denn nicht?“

Lebädkin schwieg und blickte zu Boden.

„Erlauben Sie mir, Pjotr Stepanowitsch, fortzugehen,“ sagte er endlich entschlossen.

„Nicht, bevor Sie mir eine Antwort auf meine Frage gegeben haben. Noch einmal: ist alles wahr, was ich gesagt habe?“

„Ja, es ist wahr,“ sagte Lebädkin dumpf und blickte kurz zu seinem Peiniger auf.