„Liputin, selbstredend.“
„N–nein, nicht Liputin,“ murmelte Pjotr Stepanowitsch geärgert. „Aber ich werde es schon erfahren, wer es war. Ich denke da eher an Schatoff. Aber nein, Unsinn, lassen wir das! Aber schließlich ist’s doch verdammt wichtig ... Übrigens habe ich immer erwartet, daß Ihre Mutter plötzlich mit der Hauptfrage herausplatzte ... Ja! Nur alle die letzten Tage war sie furchtbar niedergeschlagen, fast finster, heute aber, wie ich ankomme: siehe da – sie strahlt förmlich. Woher kommt denn das?“
„Das kommt daher, daß ich ihr heute mein Wort gegeben habe, nach fünf Tagen um Lisaweta Nicolajewnas Hand anzuhalten,“ sagte Stawrogin plötzlich mit unvermuteter Offenheit.
„Ah, so ... nun ja ... ja gewiß ...“ stotterte Pjotr Stepanowitsch und blieb stecken. „Man spricht zwar schon von ihrer Verlobung mit Mawrikij Nicolajewitsch. Sie wissen doch? Es wird auch schon stimmen. Aber Sie haben recht: sie läuft auch vom Altare fort, wenn Sie sie nur rufen. Sie ärgern sich doch nicht darüber, daß ich so ...?“
„Ich sehe, daß es heute furchtbar schwer ist, Sie zu ärgern, und fange an, Sie zu fürchten ... Bin sehr gespannt darauf, wie Sie morgen erscheinen werden. Sicher haben Sie schon vieles in petto. Ärgern Sie sich wirklich nicht über mich, daß ich so ...?“
Stawrogin antwortete wieder nicht, was Pjotr Stepanowitsch vollends reizte.
„Übrigens: haben Sie das in betreff Lisaweta Nicolajewnas Ihrer Mutter im Ernst gesagt?“ fragte er.
Stawrogin sah ihn kalt und prüfend an.
„Ah, so, ich verstehe schon: um sie zu beruhigen, nun ja.“