„Treten Sie ein. Setzen Sie sich,“ antwortete Schatoff. „Schließen Sie die Tür. Warten Sie, ich werde selbst ...“
Er schloß die Tür, drehte den Schlüssel um und setzte sich dann Stawrogin gegenüber. Er war in dieser Woche merklich abgemagert und schien jetzt zu fiebern.
„Sie haben mich müde gequält,“ sagte er halblaut murmelnd, den Blick zu Boden gesenkt. „Warum sind Sie nicht früher gekommen?“
„Sie waren so überzeugt, daß ich kommen werde?“
„Ja ... Warten Sie, ich habe im Fieber phantasiert ... vielleicht phantasiere ich auch jetzt noch ... Warten Sie.“
Er stand auf, ging zu seinem Bücherbrett und nahm von dem obersten der drei Bretter einen Gegenstand: es war ein Revolver.
„In einer Nacht träumte mir im Fieber, daß Sie kommen würden, um mich zu töten. Da habe ich mir am anderen Morgen von dem Taugenichts Lämschin für mein letztes Geld diesen Revolver gekauft. Ich wollte mich Ihnen nicht ergeben. Später kam ich wieder zu mir ... Ich habe weder Kugeln, noch Pulver ... seitdem liegt er hier auf dem Bücherbrett. Warten Sie.“
Er ging schon zum Fenster und wollte es öffnen.
„Nicht doch, warum hinauswerfen!“ rief ihn Stawrogin zurück. „Er kostet Geld ... und morgen würden die Leute davon sprechen, daß unter Schatoffs Fenster Mordwerkzeuge liegen. Legen Sie ihn wieder hin. – So. Und jetzt setzen Sie sich. Sagen Sie, warum beichten Sie mir förmlich Ihren Gedanken, daß ich zu Ihnen kommen würde, um Sie zu töten? Ich bin auch jetzt nicht gekommen, um mich mit Ihnen zu versöhnen, sondern um über etwas sehr Notwendiges mit Ihnen zu sprechen. Erklären Sie mir zunächst eines: Sie haben mich doch nicht wegen meiner Verbindung mit Ihrer Frau geschlagen?“
„Sie wissen doch selbst, daß ich nicht deswegen ...“