Schatoff sah wieder zu Boden.

„Und auch nicht wegen des dummen Klatsches über Darja Pawlowna?“

„Nein, nein, natürlich nicht! Blödsinn! Meine Schwester hat mir gleich zu Anfang gesagt ...“ erwiderte Schatoff mit Ungeduld, schroff, und fast stampfte er mit dem Fuß auf.

„Also habe ich es richtig erraten ... und auch Sie haben das andere erraten,“ fuhr Stawrogin ruhig fort. „Sie irren sich nicht, es ist so: Marja Timofejewna Lebädkin ist meine rechtmäßige, mir vor viereinhalb Jahren in Petersburg angetraute Frau. – Sie haben mich doch ihretwegen geschlagen?“

Ganz bestürzt saß Schatoff da, hörte und schwieg.

„Ich ahnte es und konnte es doch nicht glauben,“ murmelte er endlich und sah dabei Stawrogin sonderbar an.

„Und so schlugen Sie?“

Schatoff wurde feuerrot und stammelte fast zusammenhangslos:

„Ich habe es ... wegen Ihrer Erniedrigung ... für Ihren Fall ... Ihre Lüge ... Ich trat nicht an Sie heran, um Sie zu bestrafen ... Als ich auf Sie zuging, wußte ich selbst noch nicht, daß ich schlagen würde. Ich ... habe es deswegen ... weil Sie so viel in meinem Leben bedeutet haben ... Ich –“

„Verstehe, verstehe schon, sparen Sie die Worte. Es tut mir leid, daß Sie heute fiebern, denn ich muß über eine wichtige Sache mit Ihnen sprechen.“