„Sagen Sie: Marja Timofejewna ...“

„Hier, hier,“ fiel ihm Lebädkin sofort flüsternd ins Wort, „wenn Sie sie sehen wollen ...?“ und er wies auf die geschlossene Tür zum Nebenzimmer.

„Sie schläft nicht?“

„O nein, nein, wie sollte sie denn? Im Gegenteil, erwartet Sie schon vom Abend an! ... wie sie es vorhin erfuhr, putzte sie sich gleich auf,“ – er wollte schon sarkastisch den Mund verziehen, unterließ es aber im Nu.

„Wie ist sie jetzt im allgemeinen?“ fragte Nicolai Wszewolodowitsch mit zusammengezogenen Brauen.

„Im allgemeinen? Ja, das geruhen Sie ja selbst zu wissen,“ und er zuckte mitleidig mit den Schultern. „Jetzt ... jetzt sitzt sie da und legt Karten ...“

„Gut, nachher. Zuerst muß ich mit Ihnen zu einem Ende kommen.“

Stawrogin setzte sich auf einen Stuhl. Der „Hauptmann“ wagte es nicht, sich auf das Sofa zu setzen, und so zog er denn schnell den anderen Stuhl herbei, setzte sich, und war, leicht vorgebeugt, in zitternder Erwartung bereit, alles zu vernehmen.

„Was haben Sie denn dort auf dem Tisch unter der Serviette?“ fragte Stawrogin, der plötzlich seine Aufmerksamkeit jenem Tisch zuwandte.

„Da–a?“ Lebädkin drehte sich sofort gleichfalls um. „Ja, das ist so von Ihren eigenen Gaben, in Gestalt, wie man zu sagen pflegt, in Gestalt von Salz und Brot ... in der neuen Wohnung ... und ich dachte auch an Ihren weiten Weg und die natürliche Müdigkeit,“ er sah ihn fast bittend an und versuchte unschuldig zu lächeln. Darauf erhob er sich, ging auf den Fußspitzen zum Tisch und entfernte ehrerbietig und vorsichtig die Serviette.