„Haben Sie das erfüllt, was Semjon Jakowlewitsch Ihnen das vorige Mal anbefohlen hat?“ fragte er die Witwe mit leiser, gemessener Stimme.
„Was, Väterchen, was erfüllt! Was kann man denn da erfüllen!“ rief die Witwe. „Diese Menschenfresser! Haben mich verklagt, drohen mit dem Senat ... und das der leiblichen Mutter! ...“
„Gib ihr! ...“ befahl Semjon Jakowlewitsch und wies auf einen Zuckerhut. Der Knabe lief schnell zum Tisch, nahm den Zuckerhut und brachte ihn der Witwe.
„Ach, Väterchen, groß ist deine Gnade! Aber wohin soll ich damit?“ klagte die Witwe wieder.
„Noch, noch!“ beschenkte Semjon Jakowlewitsch sie weiter.
Ein zweiter Zuckerhut wurde zu ihr geschleppt und auf seinen Befehl noch ein dritter und vierter. Die Witwe war schon ganz mit Zuckerhüten umstellt. Der dicke Mönch seufzte niedergeschlagen; das alles hätte in das Kloster kommen können, wie es früher schon oft geschehen war.
„Aber wohin soll ich mit so viel?“ jammerte jetzt schon die Witwe. „All das für mich allein – mir wird ja von so viel Zucker übel werden! ... Oder soll das irgend was bedeuten, Väterchen?“
„Siehst du denn das nicht?“ sagte jemand von den Bauern.
„Noch, gib ihr noch ein Pfund!“ Semjon Jakowlewitsch hörte nicht auf, sie zu beschenken.
Auf dem Tisch stand noch ein ganzer Zuckerhut; da er aber befohlen hatte, ihr nur noch ein Pfund zu geben, so brachte man ihr auch nur noch ein Pfund Zucker.