III.
„Was ist denn das für eine unangenehme Arbeit? Doch nicht etwa diese Dummheiten?“ Dabei wies er mit dem Kopf auf die Proklamation. „Solche Blätter kann ich Ihnen so viele verschaffen, wie Sie nur wollen. Habe deren Bekanntschaft schon im H–schen Gouvernement gemacht.“
„Das heißt, damals, als Sie dort waren?“
„Versteht sich, nicht in meiner Abwesenheit. Und dann war da noch eine mit einer Vignette: ein Beil oben. Erlauben Sie“ – er nahm das Blatt vom Tisch – „na ja, hier ist ja auch ein Beil; natürlich, das ist ja dieselbe!“
„Ja, ein Beil. Sehen Sie – ein Beil.“
„Was, haben Sie etwa Angst bekommen vor dem Beil?“
„Oh, nicht vor dem Beil ... Und ich habe durchaus keine Angst. Aber diese Sache ... Es gibt hier noch ... gewisse Umstände.“
„Was für welche? Daß man sie aus der Fabrik gebracht hat? Ha–ha! Aber wissen Sie auch, daß die Arbeiter dieser Fabrik bald selbst Proklamationen schreiben werden?“
„Wie das?“ Von Lembke sah auf – streng, verwundert.
„Ganz einfach. Sie sind ein zu weicher Mensch, Andrei Antonowitsch. Schreiben Romane. Hier aber müßte man noch auf die alte Weise verfahren.“