VI.
Pjotr Stepanowitsch ging zuerst zu Kirilloff. Der war wie gewöhnlich allein zu Hause und turnte gerade, d. h. er drehte, breitbeinig mitten im Zimmer stehend, die Arme nach einer besonderen Methode durch die Luft. Auf dem Fußboden lag ein großer Ball; vom Tisch war der Morgentee noch nicht weggeräumt. Pjotr Stepanowitsch blieb eine ganze Weile auf der Türschwelle stehen.
„Sie sorgen aber einstweilen nicht wenig für Ihre Gesundheit,“ sagte er dann laut und trat lustig ins Zimmer. „Was für ein famoser Ball! Ei der Teufel, wie der springt! Auch zur Gymnastik?“
Kirilloff, der in Hemdsärmeln war, zog sich den Rock an.
„Ja, auch zur Gesundheit,“ sagte er trocken. „Setzen Sie sich.“
„Ich bin nur auf einen Augenblick gekommen. Aber, na, setzen kann ich mich schon. Doch Gesundheit hin, Gesundheit her, – ich wollte nur an die Abmachung erinnern. Unsere Frist nähert sich ‚in gewissem Sinne‘ ihrem Ende,“ schloß er mit einer ungeschickten Ausrede.
„Wieso, was für eine Abmachung?“ rief Pjotr Stepanowitsch aufhorchend, fast erschrocken.
„Das ist keine Abmachung und keine Pflicht, ich habe mich mit nichts gebunden, Sie irren sich.“
„Hören Sie, aber das geht doch nicht so!“ Pjotr Stepanowitsch sprang sogar vom Stuhl auf.