Die Studentin erhob sich wieder, was sie mittlerweile schon mehrmals halbwegs getan hatte.

„Ich bin gekommen, um von den Leiden der unglücklichen Studenten zu berichten und sie allerorten zum Protest aufzufordern ...“

Sie kam nicht weiter: am anderen Tischende erhob sich ein neuer Konkurrent und alle Blicke flogen ihm sofort zu. Schigaleff, der Mann mit den langen Ohren, erhob sich mit finsterem, geärgertem Gesicht bedächtig vom Stuhl und legte mit melancholischer Miene ein dickes, unendlich klein und eng beschriebenes Heft vor sich auf den Tisch. Die meisten sahen bestürzt auf das dicke Heft, doch Liputin, Wirginski und der lahme Lehrer waren augenscheinlich mit irgend etwas sehr zufrieden.

„Ich bitte ums Wort,“ sagte Schigaleff endlich finster, doch bestimmt.

„Herr Schigaleff hat das Wort,“ verkündete Wirginski.

Der Redner setzte sich, schwieg wieder und begann darauf feierlichst:

„Meine Herrschaften! ...“

„Hier haben Sie den Kognak!“ sagte die Verwandte, die den Tee eingegossen hatte und die inzwischen nach dem Kognak gegangen war, mit sichtlicher Verachtung. Sie stellte die Flasche und das Glas, die sie in der Hand ohne Untersetzer brachte, ärgerlich auf den Tisch vor Werchowenski hin.

Der unterbrochene Redner verstummte würdevoll.

„Fahren Sie nur fort, ich höre nicht zu!“ rief Werchowenski, der sich den Kognak eingoß.