„Gleichviel, Sie haben sie ermordet.“
„Wieso denn ich? Aber ich sage Ihnen doch, ich bin da auch nicht mit einem Tropfen beteiligt. Indessen, Sie fangen an mich zu beunruhigen ...“
„Fahren Sie fort, Sie sagten: ‚Wenn Sie sie also jetzt nicht mehr brauchen, so ...‘“
„So überlassen Sie sie mir, selbstverständlich! Ich werde sie glänzend mit Mawrikij Nicolajewitsch verheiraten, den nicht ich unten am Gartenzaun aufgestellt habe – setzen Sie sich nicht auch das noch in den Kopf! Ich fürchte ihn jetzt sogar. Wahrhaftig, wenn er vorhin einen Revolver gehabt hätte! ... Gut, daß auch ich einen habe! Da ist er –“ (er zog einen Revolver aus der Tasche, zeigte ihn, steckte ihn aber schnell wieder ein), „ich habe ihn wegen des weiten Weges zu mir gesteckt ... Übrigens, ich werde das alles im Augenblick beilegen: es wird ihr gerade jetzt wegen Mawrikij am Herzchen nagen ... es muß ja so sein ... und wissen Sie, bei Gott, sie tut mir sogar ein wenig leid! Bringe ich sie wieder mit Mawrikij zusammen, so wird sie von Stund an nur an Sie denken, Sie verhimmeln und ihn schelten, – ein Weiberherz! Nun, Sie lachen schon wieder? Es freut mich riesig, daß Sie so heiter geworden sind. Nun, wie – gehen wir? Ich fange sogleich von Mawrikij an, von denen aber ... den Toten ... wissen Sie, sollte man nicht jetzt lieber darüber schweigen? Sie wird es ja später doch erfahren.“
Plötzlich stand Lisa in der Tür.
„Was werde ich erfahren? Wer ist tot? Was sagten Sie von Mawrikij Nicolajewitsch?“
„Ah! Sie haben uns belauscht?“
„Was sagten Sie von Mawrikij Nicolajewitsch? Ist er tot?“
„Ah! so haben Sie doch nichts gehört! Beruhigen Sie sich, Mawrikij Nicolajewitsch lebt und ist gesund, wovon Sie sich schon im Augenblick werden überzeugen können, denn er steht hier unten, am Wege, am Gartenzaun ... und steht dort, glaube ich, die ganze Nacht, durchnäßt, im Mantel ... Ich fuhr an ihm vorüber, er hat mich gesehn.“
„Das ist nicht wahr. Sie sagten ... Wer ist getötet?“