III.
Er eilte hinaus, um Lisaweta Nicolajewna einzuholen. Sie war noch nicht weit gekommen: – ein paar Schritte vom Hause entfernt, erreichte er sie. Alexei Jegorytsch, der ihr im Frack und ohne Hut, in einem Abstande von einem Schritt, in ehrerbietiger Haltung folgte, suchte sie zurückzuhalten: er sprach auf sie ein und suchte ihr vergeblich klar zu machen, daß sie doch auf die Equipage warten müsse; der Alte war dabei dem Weinen nahe.
„Mach dich fort, der Herr wünscht Tee,“ damit schob Pjotr Stepanowitsch den Alten beiseite und legte Lisaweta Nicolajewnas Hand auf seinen Arm.
Sie zog die Hand nicht fort: offenbar war sie noch gar nicht bei voller Besinnung.
„Erstens müssen Sie nicht dahin, nicht am Park vorüber,“ begann Pjotr Stepanowitsch, „sondern hierher. Zweitens können Sie unmöglich zu Fuß gehen, denn bis zu Ihnen sind es gute drei Werst, und Sie sind nur in einem leichten Kleide. Wenn Sie nur ein wenig warten wollten. Ich bin in einer Droschke gekommen und die wartet noch auf mich. Ich werde Sie sofort hineinsetzen und dann so zurückbringen, daß niemand Sie sieht.“
„Wie gut Sie sind ...“ sagte Lisa freundlich.
„Aber ich bitte Sie, in einem solchen Fall würde doch jeder humane Mensch an meiner Stelle ebenso ... –“
Lisa sah ihn an und war verwundert.
„Ach, mein Gott, und ich dachte, daß immer noch der Alte ...“
„Hören Sie mal, es freut mich sehr, daß Sie es so ruhig auffassen, denn alles das ist doch ein fürchterliches Vorurteil. Wäre es also nicht das Vernünftigste, ich befehle dem Alten, sofort die Equipage anspannen zu lassen? Das dauert höchstens zehn Minuten, und wir gehen so lange auf die Treppe zurück und warten, wie?“