Er sprang erschrocken sofort auf, öffnete das Klappfenster und steckte den Kopf hinaus.

„Wer da?“ rief er hinunter.

„Wenn Sie Schatoff sind,“ klang in einem eigentümlich stolzen Ton von unten eine Frauenstimme zurück, „so haben Sie die Güte, offen und ehrlich zu sagen, ob Sie mich hereinlassen wollen oder nicht?“

Er hatte diese Stimme erkannt.

„Marie! ... Bist du es?“

„Ja, gewiß bin ich es, Marja Schatowa. Aber ich bin mit einer Droschke hier und kann nicht länger –“

„Sofort ... ich will nur das Licht ...“ Schatoff sprang eilig und aufgeregt zurück, begann mit zitternden Händen die Streichhölzer zu suchen, die sich aber, wie gewöhnlich in solchen Fällen, nicht finden ließen, warf dabei noch den Leuchter mit dem Licht um, und da von unten wieder die ungeduldige Stimme erklang, ließ er schließlich alles liegen und stürzte Hals über Kopf die steile Treppe hinunter, um die Hofpforte zu öffnen.

„Haben Sie die Güte, so lange diese Tasche zu halten, bis ich diesen Mann hier bezahle,“ empfing ihn unten Frau Marja Schatowa und reichte ihm eine ziemlich leichte Handtasche aus Segeltuch mit Blechbeschlag. Sie selbst aber wandte sich gereizt an den Droschkenkutscher.

„Sie verlangen viel zu viel. Wenn Sie mich hier eine ganze Stunde lang durch diese schmutzigen Straßen gefahren haben, so sind Sie daran schuld, denn folglich haben Sie nicht einmal gewußt, wo diese verdrehte Straße eigentlich ist. Bitte die dreißig Kopeken zu nehmen und mir zu glauben, daß Sie weiter nichts erhalten werden.“

„Ach, Fräuleinchen, Sie haben mich doch selbst zuerst in die Wosnessensksche Straße befohlen, und diese hier ist die Bogojawlensksche. Die Wosnessensksche war meilenweit: haben bloß meinen Wallach unnütz in Schweiß gebracht.“