„Hier haben Sie Ihren Revolver, nehmen Sie ihn zurück und geben Sie mir fünfzehn Rubel.“
„Was soll das heißen, sind Sie besoffen? Das ist Raubmord! Und ich erkälte mich nur. Warten Sie, ich nehme ein Plaid um.“
„Geben Sie sofort fünfzehn Rubel. Wenn nicht, so werde ich bis zum Morgen klopfen und schreien. Ich schlage Ihnen das Fenster ein!“
„Aber ich werde die Polizei rufen und man nimmt Sie in Arrest!“
„Ah, und bin ich denn stumm? Als ob ich nicht auch die Polizei rufen kann? Wer hat die wohl mehr zu fürchten, Sie oder ich?“
„Und Sie können so häßliche Absichten haben ... Ich weiß, worauf Sie anspielen ... Warten Sie, warten Sie um Gottes willen, klopfen Sie nicht mehr! Erbarmen Sie sich, wer hat denn Geld in der Nacht? Wozu brauchen Sie überhaupt Geld, wenn Sie nicht betrunken sind?“
„Meine Frau ist zu mir gekommen. Ich habe Ihnen zehn Rubel abgelassen, habe kein Mal geschossen, – nehmen Sie den Revolver, nehmen Sie ihn sofort!“
Lämschin streckte mechanisch seine Hand aus dem Fenster und nahm den Revolver entgegen: einen Augenblick wartete er, dann aber steckte er plötzlich den Kopf hinaus und lispelte mit steifer Zunge, ohne selbst zu begreifen, was er tat, und mit einem Schauer im Rücken:
„Sie lügen, zu Ihnen ist gar keine Frau gekommen ... Das ... das ... Sie wollen einfach irgendwohin fliehen!“
„Sie Kalb, wohin soll ich denn fliehen? Euer Pjotr Werchowenski flieht, aber nicht ich. Ich war soeben bei der Wirginskaja und sie war sofort bereit, zu mir zu kommen. Entschließen Sie sich! Meine Frau quält sich, ich brauche Geld, geben Sie das Geld!“