„Ah, so! Dann wird’s wohl nach Spassowo sein?“

„Ja, ja, nach Spassowo, nach Spassowo. Übrigens ist das einerlei.“

„Wenn Sie nu nach Spassowo zu Fuß gehen wollten, ach du mein! – in Ihren Stiefelchen brauchten Sie dazu eine ganze Woche!“ Das Weibchen lachte.

„Ja, ja, aber das ist ganz gleichgültig, mes amis,[219] ganz gleichgültig,“ brach Stepan Trophimowitsch ungeduldig ab.

„Schrecklich neugieriges Volk. Das Weib spricht übrigens besser als er, und überhaupt habe ich bemerkt, daß seit der Aufhebung der Leibeigenschaft der Stil sich ein wenig verändert hat ... Was geht es sie übrigens an, ob ich nach Spassowo fahre oder nicht nach Spassowo? Ich bezahle ihnen doch die Reise, was drängen sie sich da so auf?“

„Wenn man nach Spassoff will, so muß man noch mit’n Dampfschiff fahren,“ bemerkte der Mann.

„Ja, das muß er,“ griff das Weib sofort auf, „denn mit Pferden längs dem Ufer hat er dreißig Werst Umweg zu machen.“

„Vierzig,“ verbesserte der Mann.

„Und morgen grad um zwei Uhr kriegen Sie den Dampfer in Ustjewo fest!“ triumphierte das Weibchen.

Stepan Trophimowitsch schwieg aber hartnäckig. Da verstummten denn allmählich auch der Mann und das Weibchen. Der Mann zog hin und wieder mit aufmunterndem Zuruf die Leine an und das Weibchen machte von Zeit zu Zeit kurze Bemerkungen, auf die der Mann irgend etwas antwortete. Stepan Trophimowitsch schlummerte allmählich ein. Er war furchtbar erstaunt, als ihn plötzlich das Weibchen aufweckte und lachend sagte, daß sie schon angekommen seien, und er sich auf einmal in einem Dorf vor der Treppe eines dreifenstrigen Bauernhauses sah.