„Beruhige dich, beruhige dich doch, mein Täubchen, beruhige dich, Väterchen ... Nun ... Ach, mein Gott, aber so beru–hi–gen Sie sich doch!“ rief sie außer sich. „Oh, mein Peiniger, mein ewiger, ewiger Peiniger!“
„Meine Liebe,“ brachte Stepan Trophimowitsch endlich, zu Ssofja Matwejewna gewandt, hervor, „bleiben Sie, meine Liebe, dort – im anderen Zimmer ... ich will hier noch etwas sagen ...“
Ssofja Matwejewna beeilte sich sofort, hinauszugehen.
„Chérie ... chérie ...“ – er rang nach Atem.
„Sprechen Sie noch nicht, Stepan Trophimowitsch, warten Sie noch ein wenig, bis Sie sich erholt haben. Hier ist Wasser. Aber so war–ten Sie doch noch!“
Sie setzte sich wieder auf ihren Stuhl. Stepan Trophimowitsch hielt krampfhaft ihre Hand fest. Sie ließ ihn noch lange nicht sprechen. Da zog er ihre Hand an die Lippen und bedeckte sie immer wieder mit Küssen. Sie biß die Zähne zusammen und blickte irgendwohin in einen Winkel.
„Je vous aimais!“[273] entrang es sich ihm endlich. Noch nie hatte sie von ihm ein solches Wort gehört, und so gesprochen.
„Hm!“ war ihre Antwort.
„Je vous aimais toute ma vie ... vingt ans!“[274]
Sie schwieg immer noch – zwei, drei Minuten lang.