„Erzähle mir jetzt, meine Liebe, alle Einzelheiten. Setze dich hierher, so! Nun?“
„Ich traf Stepan Trophimowitsch ...“
„Warte. Schweig. Ich sage dir im voraus, daß ich dich, falls es dir einfallen sollte, mir etwas vorzulügen oder etwas zu verheimlichen, noch aus deinem Grabe wieder herausholen werde! Nun?“
„Ich traf Stepan Trophimowitsch ... wie ich gerade in Hatowo war ...“ begann Ssofja Matwejewna, atemlos vor Angst.
„Wart, sei still! was trommelst du gleich los? Zuerst sage mir, was du selbst für ein Vogel bist?“
Die erzählte nun, so gut sie konnte, übrigens in kurzen Worten, von sich und ihrem Leben. Sie fing mit Sebastopol an. Warwara Petrowna hörte schweigend zu, saß steif auf ihrem großen Stuhl und sah der Erzählerin streng und unverwandt in die Augen.
„Warum bist du so erschrocken? Warum siehst du zu Boden? Ich liebe solche, die mir offen in die Augen sehen und mit mir streiten. Fahre fort!“
Jene erzählte von der Begegnung, von den Büchern, erzählte, wie Stepan Trophimowitsch der Bäuerin den Schnaps angeboten hatte ...
„So ist’s gut, vergiß nichts, erzähle alles,“ sagte Warwara Petrowna. Ssofja Matwejewna erzählte also weiter, wie sie mit Stepan Trophimowitsch hierher nach Ustjewo gefahren war und wie er „schon ganz krankes Zeug“ gesprochen und hier dann sein ganzes Leben von Anfang an und mehrere Stunden lang erzählt hatte.
„Erzähle von seinem Leben.“