Darja Pawlowna ging sofort zu Warwara Petrowna und gab ihr den Brief. Diese las ihn durch und bat darauf Dascha, sie allein zu lassen, da sie den Brief noch einmal lesen wolle. Aber sie rief sie schon sehr bald zurück.

„Wirst du fahren?“ fragte sie fast zaghaft.

„Ja, ich werde fahren,“ antwortete Dascha.

„Dann mach dich bereit! Wir fahren zusammen!“

Dascha sah sie fragend an.

„Was soll ich hier jetzt noch? Ist es nicht einerlei, wo ich weiterlebe? Ich werde mich gleichfalls in Uri aufnehmen lassen und in der Schlucht leben ... Sei unbesorgt, werde euch nicht stören.“

Sie begannen schnell einzupacken, um noch mit dem Mittagzuge abfahren zu können. Es war aber noch keine halbe Stunde vergangen, als Alexei Jegorytsch aus Skworeschniki eintraf und meldete, daß Nicolai Wszewolodowitsch plötzlich am Morgen angekommen war, mit dem Frühzuge, und sich in Skworeschniki befinde, aber „in einem Zustande, daß der Herr auf die Fragen nicht zu antworten geruhten, durch alle Zimmer gingen, und sich dann in seiner Hälfte eingeschlossen haben ...“

„Ich bin ohne Befehl des Herrn hergefahren, um zu melden,“ fügte Alexei Jegorytsch verhalten, mit sehr aufmerksamem Blick hinzu.

Warwara Petrowna sah ihn durchdringend an und fragte nicht weiter. Im Augenblick war der Wagen bereit. Sie fuhr mit Dascha nach Skworeschniki. Während der Fahrt soll sie sich mehrmals bekreuzt haben.

In „seiner Hälfte“ waren alle Türen unverschlossen, doch Nicolai Wszewolodowitsch war nirgendwo zu finden.