„Und eine noch indiskretere Frage: ich glaube Ihnen vollkommen, daß Sie nicht gern mit Menschen zusammen sind und wenig mit ihnen sprechen – warum haben Sie aber jetzt mit mir so aufrichtig gesprochen?“
„Mit Ihnen? Sie saßen vorhin so gut da ... und Sie ... aber, einerlei ... Sie haben viel Ähnlichkeit mit meinem Bruder, viel, außerordentlich,“ sagte er errötend. „Er starb, vor sieben Jahren; der ältere; sehr, sehr viel Ähnlichkeit ...“
„Er hatte wohl einen großen Einfluß auf Ihre Anschauungen?“
„N–ein, er sprach wenig. Er sprach gar nicht. – Ich werde Ihren Zettel abgeben.“
Er begleitete mich mit der Laterne bis zur Pforte, um sie hinter mir zuzuschließen.
„Selbstverständlich verrückt,“ entschied ich bei mir.
Doch da kam es zu einer neuen Begegnung.
IX.
Kaum hatte ich den Fuß auf die hohe Schwelle des Pförtchens gesetzt, als mich plötzlich eine starke Hand an der Brust packte.
„Wer da?“ brüllte eine Stimme. „Freund oder Feind? Bekenne!“