„Das hat ein Betrunkener geschrieben,“ rief ich aus, „ein erbärmlicher Mensch! – Ich kenne ihn!“

„Ich erhielt ihn gestern,“ begann Lisa, hochrot im Gesicht, uns hastig zu erklären. „Ich begriff sofort, daß irgend ein Narr ihn geschrieben hat. Deshalb habe ich ihn Mama auch gar nicht gezeigt, um sie nicht aufzuregen. Doch was soll ich tun, wenn er mir noch mehr solche Briefe schreibt? Mawrikij Nicolajewitsch wollte zu ihm gehen, um es ihm zu verbieten. Sie aber, Herr Schatoff, da Sie doch im selben Hause wohnen, Sie können mir vielleicht etwas Näheres über ihn mitteilen?“

„Ein verkommener Mensch,“ murmelte Schatoff zur Antwort.

„Ist er immer so dumm?“

„O nein, wenn er nicht betrunken ist, ist er durchaus nicht dumm.“

„Ich habe einen General gekannt, der in seinen Mußestunden genau solche Gedichte schrieb,“ bemerkte ich amüsiert.

„Sogar aus diesem Brief ist zu ersehen, daß er nicht dumm sein kann,“ sagte der sonst so schweigsame Mawrikij Nicolajewitsch überraschenderweise.

„Man sagt, er habe hier eine Schwester bei sich?“ fragte Lisa.

„Ja, eine Schwester.“

„Und er soll sie tyrannisieren, ist das wahr?“