Schatoff sah Lisa wieder kurz an, runzelte die Stirn, brummte nur: „Was geht das mich an!“ und wandte sich zur Tür.
„Ach, aber so warten Sie doch,“ rief Lisa erregt, „wohin wollen Sie denn schon? Wir müssen doch noch so vieles besprechen! ...“
„Was denn besprechen? Ich werde Ihnen morgen Bescheid sagen ...“
„Aber die Hauptsache ist doch, wie wir es drucken! Glauben Sie mir doch endlich, daß es mir mit dem Buch wirklich ernst ist!“ beteuerte Lisa in wachsender Unruhe. „Wenn wir es nun herauszugeben beschließen, wo soll das Buch dann gedruckt werden? Wir werden doch deshalb nicht nach Moskau reisen, und die hiesige Druckerei kommt für eine solche Ausgabe doch nicht in Frage. So habe ich denn beschlossen, eine eigene Druckerei zu gründen, sagen wir, auf Ihren Namen, und Mama würde bestimmt nichts dagegen haben, wenn es auf Ihren Namen geschieht ...“
„Woher wissen Sie, daß ich zu drucken verstehe?“ fragte Schatoff finster.
„Ja, das hat mir Pjotr Stepanowitsch Werchowenski schon in der Schweiz gesagt, daß Sie das alles verstehen, und er wollte mir sogar einen Brief an Sie mitgeben, aber dann habe ich’s vergessen ...“
Wie ich mich jetzt erinnere, ging hierauf eine Veränderung in Schatoffs Gesicht vor sich. Er stand noch ein paar Sekunden da und plötzlich verließ er das Zimmer.
Lisa ärgerte sich.
„Geht er immer so weg?“ fragte sie mich.
Ich zuckte nur mit der Schulter – doch in diesem Augenblick kam Schatoff schon zurück und legte das Paket auf den Tisch.