„Ich kann nicht Ihr Mitarbeiter sein, habe keine Zeit ...“

„Aber warum, warum denn nicht? Sie haben sich wohl über irgend etwas geärgert?“ fragte Lisa ganz traurig und ihre Stimme klang bittend.

Und dieser Ton in ihrer Stimme schien ihn stutzig zu machen: ein paar Augenblicke lang sah er sie unverwandt an, als wolle er bis in ihre Seele hineinschauen.

„Einerlei,“ murmelte er dann dumpf, „ich will nicht ...“

Und er ging wirklich weg.

Lisa blieb ganz niedergeschlagen zurück – sogar weit niedergeschlagener, als man es nach dem Vorgefallenen hätte verstehen können; wenigstens schien es mir damals so.

„Ein äußerst sonderbarer Mensch,“ bemerkte Mawrikij Nicolajewitsch.

III.

Allerdings wirkte Schatoff „sonderbar“, aber schließlich war an diesem ganzen Vorfall doch gar zu vieles unklar. Es mußte da hinter manchem noch ein anderer Sinn stecken. Diese Buchgeschichte z. B. kam mir durchaus unglaubhaft vor und ich dachte bei mir, daß sie wohl nur ein Vorwand zu irgendwelchen anderen Zwecken sein könne. Und dann dieser verrückte Brief mit dem Versprechen von Mitteilungen und „Dokumenten“, und warum hatten sie es vermieden, davon zu sprechen, warum sprachen sie sogleich von ganz etwas anderem? Warum war Schatoff so plötzlich fortgegangen, und so auffallenderweise gerade dann, als man von der Druckereifrage zu sprechen begann? Alles das gab mir zu denken und ich kam zu der Überzeugung, daß hier etwas Geheimnisvolles vorliegen müsse. – – Doch es war Zeit, daß auch ich mich verabschiedete.

Lisa schien meine Anwesenheit im Zimmer ganz vergessen zu haben. Sie stand immer noch tief nachdenklich auf demselben Platz am Tisch und starrte vor sich hin.