Wie mir schien, traute er mir in irgendeiner Beziehung doch nicht ganz.
„Jedenfalls bin ich Ihnen außerordentlich dankbar,“ sagte er noch einmal.
„Man spricht davon, daß es Herrn Stebelkoff geschäftlich nicht gerade gut gehe,“ bemerkte ich wieder wie beiläufig, scheinbar ohne jeden Hintergedanken, „wenigstens habe ich von gewissen Aktien gehört ...“
„Von was für Aktien?“ fragte er, und ich sah, wie er sofort aufhorchte.
Ich hatte mit Absicht die „gewissen Aktien“ erwähnt, aber selbstverständlich nicht deshalb, um ihm das Geheimnis des Fürsten mitzuteilen. Ich wollte nur eine Anspielung machen und aus seinem Gesicht, aus seinen Augen ersehen, ob er von diesen Aktien etwas wußte. Und ich erreichte meinen Zweck: aus einem unwillkürlichen, wenn auch kaum merklichen Zucken seines Gesichts erriet ich, daß er auch davon etwas wußte. Ich antwortete nicht auf seine Frage, was für Aktien das wären, sondern sprach von anderem weiter; aber auch er ging merkwürdigerweise auf anderes über.
„Wie geht es Lisaweta Makarowna?“ erkundigte er sich teilnehmend.
„Gut. Meine Schwester verehrt Sie sehr ...“
Seine Augen erglänzten vor Freude; ich hatte schon längst bemerkt, daß Lisa ihm nicht gleichgültig war.
„Fürst Ssergei Petrowitsch Ssokolski war vor einiger Zeit bei mir,“ teilte er mir auf einmal mit.
„Wann?“ fragte ich erstaunt.