„Was? Ach, schon gut, einerlei ...“ sagte er. „Ach so!“ – jetzt erst wurde er sich seines Irrtums bewußt – „Entschuldigen Sie, mein Lieber, kommen wir zur Hauptsache ...“
Er hatte es furchtbar eilig, auf irgendeine Hauptsache zu sprechen zu kommen. Der ganze Mensch war nur von einem Gedanken erfüllt, den er auszudrücken und mir zu erklären suchte. Er sprach viel und schnell, eindringlich, mit Gefühl und lebhaften Bewegungen, aber ich konnte ihn beim besten Willen nicht verstehen.
„Mit einem Wort“ (er hatte schon zehnmal vorher den Ausdruck, „mit einem Wort“ gebraucht) – „mit einem Wort,“ schloß er seine Rede, „wenn ich Sie, Arkadi Makarowitsch, gestern durch Lisa dringend zu mir zu kommen gebeten habe, so war das vielleicht gar zu beunruhigend, aber da es sich wirklich um einen außerordentlichen und endgültigen Entschluß handelt, so müssen wir ...“
„Erlauben Sie, Fürst,“ unterbrach ich ihn, „Sie haben mich gestern rufen lassen? Lisa hat mir nichts davon gesagt.“
„Was?“ schrie er auf und sah mich ganz starr an vor Verwunderung und Schreck.
„Sie hat mir nichts davon gesagt. Gestern abend kam sie so niedergeschlagen nach Haus, daß sie fast überhaupt kein Wort gesprochen hat, auch mit mir nicht.“
Der Fürst sprang vom Stuhl auf.
„Ist das wirklich wahr, Arkadi Makarowitsch? In dem Falle ...“
„Was ist denn dabei so Außergewöhnliches, daß Sie sich darüber so aufregen? Sie wird es einfach vergessen haben oder ...“
Er setzte sich wieder hin, aber er verblieb wie in einer Erstarrung. Es war, als wäre er von der Nachricht, daß Lisa mir nichts gesagt hatte, einfach niedergeschmettert. Plötzlich begann er wieder zu sprechen und mit den Händen zu fuchteln, aber es war mir wieder sehr schwer, auch nur etwas davon zu verstehen, was er eigentlich sagen wollte.