Der lange Bursche riß sich seine Krawatte vom Halse – ein vollkommen verschlissenes und schmieriges Band, das fast schon zur Schnur zusammengerollt war; und der hübsche Junge zog aus seiner Tasche eine neue, wohl soeben gekaufte schwarze Krawatte, die er dem Langen umzubinden versuchte, der gehorsam und mit furchtbar ernstem Gesicht seinen langen Hals ihm entgegenreckte, während er seinen Mantel von den Schultern zurückgeschlagen hielt.

„Nein, das geht doch nicht, wenn das Hemd so schmutzig ist,“ sagte der andere, „so wird der Eindruck um garnichts besser, es sieht sogar noch schmutziger aus. Ich hab’ dir doch gesagt, du sollst dir einen reinen Kragen umlegen. Wie soll ich das jetzt binden ... Können Sie es vielleicht?“ wandte er sich plötzlich an mich.

„Was?“ fragte ich.

„Ihm diese Krawatte umbinden? Sehen Sie, man muß sie irgendwie so umbinden, daß das Hemd nicht zu sehen ist, denn sonst geht der ganze Effekt zum Teufel, aber wie soll man das machen? Deshalb habe ich ihm doch die Krawatte soeben gekauft, für einen Rubel.“

„Das hast du – für denselben?“ fragte der Lange.

„Ja, für denselben; ich habe jetzt keine Kopeke mehr. Sie können es also auch nicht? Dann werden wir Alphonsinka bitten müssen.“

„Zu Lambert?“ fragte mich plötzlich scharf der Lange.

„Allerdings,“ antwortete ich ebenso scharf und sah ihm in die Augen.

„Dolgorowky?“ fragte er in demselben Ton und mit derselben Stimme.

„Nein, nicht Koroffkin,“ antwortete ich ebenso energisch; ich hatte ihn nicht richtig verstanden.