„Dolgorowky?!“ wiederholte der Lange fast schreiend und trat drohend auf mich zu. Sein Kamerad begann zu lachen.
„Er sagt Dolgorowky und nicht Koroffkin,“ erklärte er mir. „Wissen Sie, die Franzosen verdrehen im ‚Journal des Débats‘ so oft die russischen Namen ...“
„In der ‚Indépendance‘,“ knurrte der Lange.
„Na, egal, dann war’s in der ‚Indépendance‘. Den Namen des Fürsten Dolgoruki schreiben sie zum Beispiel ‚Dolgorowky‘ – ich habe es selbst gelesen, und W–ff schreiben sie immer ‚le comte Vallonieff‘.“[79]
„Doboyny!“ rief der Lange.
„Ja, richtig, auch den Namen ‚Doboyny‘ haben sie mal angeführt; ich habe ihn selbst gelesen, und wir haben noch beide darüber gelacht: irgendeine russische madame Doboyny, die im Auslande wohnt ... aber wozu sie jetzt alle nennen,“ wandte er sich plötzlich an den Langen.
„Entschuldigen Sie, heißen Sie Dolgoruki?“
„Ja, – ich heiße Dolgoruki, aber woher wissen Sie denn das?“
Der Lange flüsterte dem hübschen Jungen schnell etwas ins Ohr. Der runzelte die Stirn und machte eine verneinende Handbewegung, doch der Lange ließ sich nicht abhalten und wandte sich wieder an mich.
„Monsieur le prince, vous n’avez pas de rouble d’argent pour nous, pas deux, mais un seul, voulez-vous?“[80]