„Ich wünsche es aber so,“ schnitt ihm Ssemjon Ssidorowitsch das Wort ab, nahm seinen Hut und verließ, ohne sich von jemandem zu verabschieden, allein das Lokal. Lambert warf dem Kellner das Geld hin und stürzte ihm eilig nach, wobei er in seiner Erregung mich ganz vergaß. Trischatoff und ich folgten als die Letzten. Andrejeff stand wie eine Schildwache vor der Tür und wartete auf Trischatoff.

„Du Lump!“ konnte sich Lambert nicht enthalten, ihn anzufahren.

„No, no!“ brüllte Andrejeff auf ihn los und schlug ihm mit einer Handbewegung den runden Hut vom Kopf, der über den Fußsteig rollte. Lambert lief mit erniedrigendem Eifer hinter ihm her, um ihn aufzuheben.

„Vingt-cinq roubles!“[99] sagte Andrejeff und zeigte Trischatoff den Geldschein, den er Lambert vorhin abgeknöpft hatte.

„So laß doch,“ rief Trischatoff geärgert. „Warum benimmst du dich immer so ... Und wofür hast du ihm ganze fünfundzwanzig abgenommen? Du hattest doch nur sieben zu bekommen.“

„Wofür ich sie ihm abgenommen? Er hatte uns doch ein Diner im chambre séparée[100] versprochen; mit olympischen Weibern; aber statt der Weiber hat er uns nur einen Pockennarbigen serviert; und außerdem habe ich mich nicht satt essen können und habe hier in der Kälte wenigstens für achtzehn Rubel gefroren. Sieben Rubel hatte ich noch von ihm zu bekommen – macht zusammen genau fünfundzwanzig Rubel aus.“

„Schert euch alle beide zum Teufel!“ brüllte Lambert. „Ich werfe euch beide hinaus und werd’ euch schon Mores lehren ...“

„Lambert, nicht Sie, sondern ich werfe Sie hinaus und werde Sie schon Mores lehren!“ schrie seinerseits Andrejeff. „Adieu, mon prince,[101] trinken Sie nicht zuviel Wein! Petjä, komm, marsch! Ohé, Lambert! Où est Lambert? As-tu vu Lambert?“[98] gröhlte er noch zum letztenmal und entfernte sich schon mit seinen langen Schritten.

„Ich werde also zu Ihnen kommen, darf ich?“ flüsterte mir Trischatoff noch schnell zu und eilte seinem Freunde nach.

Ich blieb allein mit Lambert.