„Hör’ mich an, Arkadi: wenn so ein Bjoring gewagt hätte, mich in Gegenwart einer Dame, die ich vergöttere, zu schlagen und zu beschimpfen, – ich weiß nicht, was ich mit ihm getan hätte! Du aber hast den Schimpf eingesteckt, und ich kann dich einfach nur verachten: Du bist ja doch nur ein Waschlappen!“
„Wie wagst du, zu behaupten, Bjoring hätte mich geschlagen!“ schrie ich und wurde rot. „Eher habe ich ihn geschlagen, als er mich!“
„Nein, er hat dich geschlagen, nicht du ihn.“
„Du lügst; ich bin ihm dabei noch auf den Fuß getreten!“
„Er aber hat dich mit dem Arm zurückgestoßen und den Dienern befohlen, dich rauszuschmeißen ... und sie hat im Wagen gesessen und dich ausgelacht; sie wußte, daß du keinen Vater hast, und daß man dich ungestraft beleidigen kann.“
„Ich weiß nicht, Lambert ... wir führen eine Unterhaltung wie zwei dumme Jungen, daß ich mich rein schäme. Du willst mich aufhetzen und tust es so plump und offensichtlich, als hättest du einen Sechzehnjährigen vor dir. Du hast dich mit Anna Andrejewna verabredet!“ schrie ich wutbebend und trank dabei ganz mechanisch wieder einen Schluck.
„Anna Andrejewna ist eine schlaue Intrigantin! Sie wird noch dich und mich und die ganze Welt betrügen! Ich habe nur auf dich gewartet, denn du wirst bei der anderen mehr erreichen als bei dieser.“
„Bei welcher anderen?“
„Na, bei Madame Achmakoff. Ich weiß alles. Du hast mir selbst gesagt, daß sie den Brief, der in deinen Händen ist, fürchtet ...“
„Was für einen Brief ... du lügst ... hast du sie gesehen?“ stammelte ich verwirrt.