„Aber wenn sie es nicht will?“ Darja Onissimownas Blick wich nicht von mir und sog sich förmlich hinein in meine Augen.
„Darja Onissimowna, ich werde Ihre Olä nie vergessen ... lassen Sie mich hinein!“
Da fingen ihre Lippen und ihr Kinn plötzlich zu zittern an.
„Liebling, dann um Oläs willen ... für dein gutes Herz ... Aber verlaß nicht Anna Andrejewna, Liebling! Wirst du sie nicht verlassen, was? Wirst du sie nicht verlassen?“
„Nein, nein, ich werde sie nicht verlassen!“
„Dann gib mir noch dein heiliges Ehrenwort, daß du nicht zu ihnen hineinrennen und auch nicht losschreien wirst, wenn ich dich hinführe?“
„Mein Ehrenwort, Darja Onissimowna!“
Sie faßte mich am Rock, führte mich leise in ein dunkles Zimmer, das an jenes stieß, in dem sie saßen, führte mich unhörbar auf dem weichen Teppich zur Tür, schob mich dicht an den zugezogenen Vorhang, den sie vorsichtig ein wenig zur Seite bog, und zeigte mir die beiden.
Ich blieb da, sie schlich zurück. Selbstverständlich blieb ich. Ich war mir vollkommen bewußt, daß ich horchte, daß ich ein fremdes Geheimnis belauschte, aber ich blieb. Wie sollte ich denn nicht bleiben! Und der Doppelgänger? Hatte er doch schon vor meinen Augen das Heiligenbild zertrümmert!