„Das war vorhin unser Beamter, Pjotr Ippolitowitsch,“ erklärte ihm Anna Andrejewna, „er ist ein sehr lustiger Mensch und kennt eine Menge Anekdoten; soll ich ihn rufen?“
„Oui, oui, il est charmant[115] ... er kennt eine Menge Anekdoten ... aber rufen wir ihn lieber nicht. Wir können ihn später rufen, und er wird uns alles erzählen, mais après.[116] Stell dir vor, hier wird vorhin der Tisch gedeckt, er aber sagt plötzlich: ‚Seien Sie unbesorgt, er fliegt nicht weg, wir sind keine Spiritisten!‘ Sag doch, cher enfant, fliegen denn bei den Spiritisten wirklich die Tische in die Luft?“
„Das weiß ich nicht; man sagt allerdings, sie erhöben sich mit allen vier Füßen in die Luft.“
„Mais c’est terrible ce que tu dis,“[117] sagte er und sah mich erschrocken an.
„Oh, beunruhigen Sie sich nicht, das ist ja alles Unsinn.“
„Das hab’ ich ja auch gesagt. Nastassja Stepanowna Ssolomejeff ... du kennst sie ja ... ach nein, du kennst sie nicht ... stelle dir vor, sie glaubt auch an den Spiritismus, und stellen Sie sich vor, chère enfant,“[118] wandte er sich an Anna Andrejewna, „ich habe zu ihr gesagt: in den Ministerien stehen doch auch Tische, und auf ihnen liegen doch je acht Paar Beamtenhände, die ewig Papier beschreiben – warum tanzen denn da nicht die Tische? Stell dir doch nur vor, wie das wäre, wenn sie plötzlich zu tanzen anfingen! Eine Revolte der Tische im Ministerium der Finanzen oder der Volksaufklärung – das fehlte uns noch!“
„Was für nette Sachen Sie sagen, Fürst, ganz wie früher,“ rief ich und gab mir Mühe, recht herzlich zu lachen.
„N’est-ce pas? Je ne parle pas trop, mais je dis bien.“[119]
„Ich werde Pjotr Ippolitowitsch herbitten,“ sagte Anna Andrejewna und erhob sich.
Aus ihrem Gesicht sprach die größte Zufriedenheit: meine Liebenswürdigkeit dem Alten gegenüber freute sie. Aber kaum war sie hinausgegangen, als das Gesicht des Fürsten sich sofort veränderte. Er blickte nach der Tür und nach allen Seiten, beugte sich auf dem Sofa zu mir vor und flüsterte mit angstvoller Stimme: