So stammelte Gruschenka, indem sie immer berauschter wurde, und zu guter Letzt erklärte sie, selbst tanzen zu wollen. Sie erhob sich aus dem Lehnstuhl und wankte.

„Mitjä, laß mich nicht mehr trinken,“ sagte sie, „ich werde bitten, gib du mir aber nichts mehr, hörst du. Wein gibt keine Ruhe. Und alles dreht sich, auch der Ofen, alles dreht, dreht sich. Tanzen will ich. Sie sollen alle herkommen, zusehen, wie ich tanze ... wie schön und gut ich tanze ... wie?“

Und sie machte bereits Ernst mit ihrer Absicht: zog ihr kleines, weißes Batisttüchlein hervor, nahm es mit zwei Fingern der rechten Hand am Zipfelchen, um es beim Tanz zu schwenken. Es sollte der Nationaltanz werden! Mitjä eilte ins vordere Zimmer, die Mädchen verstummten und bereiteten sich vor, auf den ersten Wink den Chorgesang zum Nationaltanz anzustimmen. Als Maximoff hörte, daß Gruschenka selbst tanzen wollte, ward er ganz Begeisterung und begann sofort – so gut es bei seinem Alter ging – den Kasatschock ihr entgegen zu tanzen, wozu er etwas atemlos sang:

Kleine Hexe, schlanke Beinchen,

Weiche Hüften, Ringelschweinchen!

Doch Gruschenka winkte ihm mit dem Tüchelchen ab und schickte ihn zurück.

„Sch – sch! Mitjä, warum kommen sie denn nicht? Alle sollen herkommen ... zusehen. Ruf auch jene beiden, die Eingeschlossenen ... Warum hast du sie eingeschlossen? Sag ihnen, daß ich tanze, ich will, daß auch sie zusehen, wie ich tanze ...“

Mitjä ging etwas schwankend zur verschlossenen Tür und begann mit den Fäusten bei den Panen anzuklopfen.

„He, ihr ... Podwyssotzkijs! Kommt heraus, sie will tanzen, läßt euch rufen.“

„Laidack!“ schrie zur Antwort einer von den Panen.