„Und du bist ein Oberlaidack! Ein ganz gemeiner, kleinlicher Schuft bist du, verstanden!“
„Wenn Sie doch endlich aufhören wollten, sich über Polen lustig zu machen!“ bemerkte ungehalten Kalganoff, der jetzt gleichfalls zu viel getrunken hatte.
„Schweig, Knabe! Wenn ich ‚Schuft‘ zu ihm sage, so heißt das noch nicht, daß ich es zu ganz Polen sage. Ein Schuft macht vorläufig noch nicht ganz Polen aus. Schweig, ein netter Junge bist du. Da – nimm ein Bonbon.“
„Ach, wie sie sind! Gar nicht wie Menschen. Warum wollen sie sich denn nicht versöhnen?“ sagte Gruschenka und trat vor zum Tanz.
Der Chor fiel schmetternd ein: „Auf grünen Fluren in kühlem Schatten ...“ Gruschenka warf den Kopf in den Nacken, ihre Lippen öffneten sich halb, sie lächelte, schwenkte schon das Taschentuch und plötzlich – wankte sie und blickte sich verwundert im Kreise um.
„Bin schwach ...“ sagte sie stammelnd mit einer geradezu müde gequälten Stimme, „verzeiht, bin zu schwach ... ich kann nicht ... es war meine Schuld ...“
Sie verbeugte sich vor dem Chor und machte dann nach allen vier Seiten hin eine Verbeugung.
„Meine Schuld ... Verzeiht ...“
„Hat sich bißchen angetrunken, die Herrin, bißchen angetrunken die schöne Herrin,“ ertönten unter den Zuschauern einige Stimmen.
„Haben sich etwas angeheitert,“ erklärte kichernd Maximoff den Mädchen.