„Meine Herren ... Was soll das, meine Herren?“ fing Mitjä an, doch plötzlich – rief er außer sich, als wäre er nicht mehr er selbst gewesen, laut, mit der ganzen Stimme:
„Ich be – grei – fe!“
Der jugendliche Kleine mit der Brille drängte sich plötzlich etwas vor und, zu Mitjä tretend, begann er, wenn auch ein wenig würdevoll, so doch gewissermaßen ziemlich eilig:
„Wir haben an Sie ... Kurz, ich bitte Sie hierher, hierher zum Sofa ... Gewisse Umstände machen es unbedingt notwendig, daß wir Sie um gewisse Erklärungen bitten.“
„Der Alte!“ schrie Mitjä außer sich auf. „Der Alte und sein Blut! ... Ich begreife!“
Und wie von einem Keulenschlage getroffen, sank er, oder richtiger gesagt fiel er auf einen Stuhl, der neben ihm stand.
„Du begreifst? Du hast es begriffen! Du Vatermörder und Ungeheuer, das Blut deines erschlagenen alten Vaters schreit hinter dir her!“ brüllte plötzlich, auf Mitjä zutretend, der alte Polizeichef ihn an.
Er war außer sich, war dunkelrot vor Zorn und zitterte am ganzen Körper.
„Aber das ist unmöglich, so geht das nicht!“ rief der kleine junge Mann. „Michail Makarytsch, Michail Makarytsch! So geht das nicht, das geht wirklich nicht so! ... Ich bitte Sie, mich allein sprechen zu lassen. Ich hätte nie von Ihnen erwartet, daß Sie so ...“
„Aber das ist ja nicht möglich, meine Herren, das ist ja Wahnsinn!“ schrie wieder der Alte. „Sehen Sie ihn an: in der Nacht, betrunken, mit einem liederlichen Mädchen, in dem Blute seines Vaters ... Wahnsinn, Wahnsinn!“